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Die Bildungslandschaft Offenbachs ist im Übergangsbereich von zahlreichen Projekten, Angeboten und Maßnahmen geprägt, die unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. Ein funktionierendes kommunales Übergangsmanagement steuert das regionale Gesamtangebot, vernetzt Akteure, organisiert Abstimmungsprozesse, stellt Transparenz her und schafft individuelle Wege für junge Menschen zum Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt.
Neben den „klassischen“ Akteuren die zur Berufsorientierung beitragen zählen die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen und das Staatliche Schulamt für die Stadt und den Kreis Offenbach. In der Berufsvorbereitung sind Agentur für Arbeit und Mainarbeit. Kommunales Jobcenter Träger von Maßnahmen. Diese Angebote werden von kommunaler Seite durch Projekte zum Berufseinstieg ergänzt, um jungen Offenbacher/innen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierbei unterstützen die Akteure Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Rhein-Main mit ihren Kreishandwerkerschaften. Aktuelle Projekte sind:

Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf (OloV)

OloV wurde 2005 als ein Projekt des Hessischen Paktes für Ausbildung ins Leben gerufen und wird seither als hessische Landesstrategie umgesetzt. Seit Januar 2014 ist die regionale Koordination im Übergangsmanagement der Stadt Offenbach angesiedelt. OloV will:

  • in regionalen Zusammenhängen Strukturen schaffen, stabilisieren und dauerhaft verankern, in denen Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden
  • durch Kooperation und Koordination der Ausbildungsmarkt-Akteure junge Menschen schneller in Ausbildung vermitteln
  • die Transparenz über Angebote und Maßnahmen in diesem Feld erhöhen sowie Parallel- und Doppelstrukturen vermeiden.

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)

Seit September 2014 ist im Übergangsmanagement die Berufseinstiegsbegleitung (BerEB) angesiedelt und wird zusammen mit dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft (bwhw) umgesetzt. Das Angebot dient der individuellen Begleitung von Jugendlichen im Berufsorientierungsprozess bis hin zu einer erfolgreichen Ausbildung, mehr junge Menschen sollen ihren Schul- und Berufsabschluss schaffen. Das Angebot basiert auf der Grundlage des Sonderprogramms Berufseinstiegsbegleitung im Rahmen der BMBF-Initiative „Abschluss und Anschluss“ – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss.

Rein in duale Ausbildung (RIA)

RIA – Rein in duale Ausbildung wird seit Januar 2015 im Übergangsmanagement umgesetzt. Mit unterschiedlichen Handlungsschwerpunkten zielt das Projekt darauf ab, Strukturen für und mit kleinen und mittleren Betrieben (KMU) aufzubauen, um Ausbildungsplätze zu schaffen und sie in ihren Ausbildungsbemühungen zu unterstützen. RIA wird im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER plus umgesetzt. Dieses wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.

Zukunft gestalten (ZUG)

Zum 01. September 2015 startete das Projekt „Zukunft gestalten – ZUG“ im Übergangsmanagement der Stadt Offenbach am Main. Im Rahmen einer stufenweisen Aktivierung erhalten junge erwerbslose Erwachsene individuelle Unterstützung auf ihrem Weg in eine Berufstätigkeit. Bevor der Übergang in reguläre Beschäftigung gelingt, gilt es oft zunächst Probleme wie Wohnungsnot, Überschuldung oder Suchterkrankung zu bearbeiten. Auch Herausforderungen wie das Nachholen eines Schulabschlusses, die Erweiterung von Sprachkenntnissen oder die Anerkennung von im Ausland erworbenen Zeugnissen werden angegangen. Auf jeden Fall werden persönliche Entwicklungsperspektiven erarbeitet, Einmündungsschritte ermöglicht sowie Anschlussperspektiven aufgezeigt. Kooperationspartner sind das kommunale Jobcenter MainArbeit und die Agentur für Arbeit in Offenbach. Grundlage ist die ESF-Integrationsrichtlinie Bund mit dem Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA), die über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales umgesetzt wird.

Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)

QuABB ist ein hessisches Projekt zur Verringerung von Ausbildungsabbrüchen in dualen Ausbildungen. Eine von vier Ausbildungen in Deutschland wird vorzeitig abgebrochen, mit erheblichen Verlusten für die jungen Menschen und die ausbildenden Betriebe. Die QuABB-Ausbildungsbegleitung wurde von 2009 bis 2014 an ausgewählten Standorten in Hessen erprobt, seit Oktober 2015 wird sie in Offenbach vom Übergangsmanagement zusammen mit den zwei Berufsschulen Theodor-Heuss-Schule und Käthe-Kollwitz-Schule angeboten. Ziel ist es Auszubildende, Berufsschulen und Betriebe bei Problemen zu unterstützen und bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu begleiten, bzw. bei Abbrüchen geeignete Anschlüsse für die Jugendlichen zu finden. QuABB wird mit Mitteln der Stadt Offenbach, des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union ermöglicht.

JUGENDCOACH

Das Projekt „JUGENDCOACH“ unterstützt junge Auszubildende in ihrem ersten Ausbildungsjahr und ausbildende Betriebe während der Berufsausbildung in der Region Stadt Offenbach am Main. Im Fokus stehen junge Menschen, die Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch erhalten. Auftauchende Schwierigkeiten und Probleme sollen frühzeitig erkannt und bearbeitet werden, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und eine erfolgreiche Beendigung der Berufsausbildung zu sichern. Ziel ist die berufliche Stabilisierung, um soziale Teilhabe und eigenverantwortliche Lebensführung zu ermöglichen. Der JUGENDCOACH wird dabei „frühzeitig“ tätig und begegnet in Kooperation mit den Auszubildenden, den Betrieben, beruflichen Schulen und beteiligten Akteuren (bspw. Eltern) den individuellen Problemlagen mit auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnittenen Beratungs- und Begleitmethoden.