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Die Volkshochschule ist Lernort und Bürgerforum, Kultur- und Gesundheitszentrum. Als lebendiger Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger und interkulturelle Bildung leistet die Volkshochschule einen wesentlichen Beitrag zu Integration und gegenseitiger Toleranz. Sie fungiert als Kooperationspartnerin und Dienstleisterin u.a. für Vereine, Verwaltungen, Betriebe und Initiativen.

Auftrag und Selbstverständnis der vhs

Die Volkshochschule Offenbach ist die öffentliche Weiterbildungseinrichtung der Stadt Offenbach.

Laut Hessischem Weiterbildungsgesetzes (HWBG) hat sie die Aufgabe, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Weiterbildung sicher zu stellen. „Ihr Bildungsangebot umfasst Inhalte, die die Entfaltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen. Es umfasst die Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung sowie der Weiterbildung im Zusammenhang mit der Ausübung des Ehrenamtes und schließt die Vorbereitung auf den Erwerb von Schulabschlüssen sowie Gesundheitsbildung, Eltern-, Familien- und Frauenbildung ein.“ (HWBG, §2, Abs. 1)

Gemäß ihrer Satzung hat die Volkshochschule „... ein umfassendes Bildungsangebot zu erstellen, das sich an den gesellschaftlichen und individuellen Lebensbedürfnissen und dem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse orientiert. Sie führt ihre Bildungsarbeit unabhängig von Parteien und anderen Interessengruppen durch.“ (Satzung, §2, Abs. 2)

Die Volkshochschule ist in der Stadt Offenbach Anlaufstelle für Weiterbildungsfragen und für die Weiterbildungsberatung der Bevölkerung. Sie orientiert sich dabei an den persönlichen Lernvoraussetzungen und Lernzielen. Die Ratsuchenden werden unterstützt, individuell passende (Weiter-) Bildungsangebote zu finden und so ihren eigenen Bildungsweg zu gestalten.

Als ein Knotenpunkt im kommunalen Bildungsnetzwerk arbeitet sie an der permanenten Verbesserung der kommunalen Bildungsinfrastruktur und trägt zur Transparenz über die vielfältigen Bildungsangebote bei. In der Stadt Offenbach wirkt sie als kommunales Amt mit an der Realisierung der bildungspolitischen Strategie des Lebenslangen Lernens und der Förderung der Weiterbildungsbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Geschichte der Volkshochschule Offenbach

Die Geschichte der Offenbacher Volkshochschule lässt sich zurückverfolgen bis in das Revolutionsjahr 1848, als im April ein Arbeiterbildungsverein gegründet wird. Dieser veröffentlicht im Intelligenz-Blatt für die Stadt und den Kreis Offenbach am 18. April 1848 seine „Satzung“.

Im 19. Jahrhundert folgen in dieser Tradition noch mehrere Nachfolgevereine, der wichtigste davon ist sicherlich der 1898 gegründete Ausschuss für Volksvorlesungen und verwandte Bestrebungen. Die Volksvorlesungen, Konzerte und Theateraufführungen dieses Vereins sind ebenso wie die von ihm betriebene Öffentliche Lesehalle mit prägend für das Kulturleben in der Stadt Offenbach in dieser Zeit.

Das Jahr 1919, direkt nach dem 1. Weltkrieg, ist das eigentliche Gründungsjahr der Volkshochschule in Offenbach, die auch diesen Namen trägt. Über alle Bevölkerungskreise und politischen Strömungen hinweg wird im Mai 1919 die Gründung einer Volkshochschule eingeleitet. Diese legt im September 1919 ihren ersten, am 14. Oktober beginnenden Arbeitsplan vor und entwickelt sich in den folgenden Jahren ganz hervorragend, indem sie auf die gesellschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Bildungsnotwendigkeiten reagiert. Der erste Volkskunstabend am 14. Oktober findet außerordentlich großen Zuspruch.

1933 wird auch die Offenbacher Volkshochschule gleichgeschaltet. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gibt es Bestrebungen, im Einvernehmen mit der amerikanischen Militärregierung, die Erwachsenenbildung wieder aufzubauen, und so wird bereits im November 1945 der erste Arbeitsplan der Volkshochschule vorgelegt.

Von da an entwickelt sich die Volkshochschule in Offenbach kontinuierlich weiter. Träger ist über viele Jahr der Offenbacher Bund für Volksbildung e.V. 1970 wird per Gesetz im Land Hessen das Führen einer Volkshochschule erstmals zur kommunalen Pflichtaufgabe, wodurch Personalaufstockung und ein regelrechter Ausbauschub im Hinblick auf Quantität und Qualität erreicht werden können.

Seit 1990 hat die Stadt Offenbach die Führung ihrer Volkshochschule zurückgenommen und führt sie als kommunales Amt. Seitdem hat sie sich als umfassender kommunaler Bildungsdienstleister weiterentwickelt, der neben Bildungsveranstaltungen Beratungsstellen und innovative Projekte im Rahmen der kommunalen Bildungsstrategie betreibt.