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Abendstimmung am Waggon
© ©2013 Valentin Popa
Auch der Güterwagen mit breiten Türen und einer Nutzlänge von 12 Metern am Mainufer symbolisiert den Strukturwandel der Stadt weg vom Industriestandort hin zur kreativen Ideenschmiede. Den berühmten Steinwurf entfernt von der Doppel-Helix-Skulptur des hfg-Absolventen Frank Flasskämpfer und nur durch den Maindamm vom Campus der Hochschule getrennt, entstand vor einigen Jahren der „Waggon am Kulturgleis“ als soziale Skulptur.

Der Waggon war von einer Klasse der Hochschule für Gestaltung mit Professor Manfred Stumpf als Ausstellungs- und Veranstaltungsort sowie als kultureller Treffpunkt hergerichtet worden. Als Ort für Wokshops mit Jugendlichen aus der östlichen Innenstadt wurden gemeinsam mit Handwerkern, Lehrkräften und Künstlern bauliche und kreative Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.
Inzwischen wird der Waggon von den beiden Künstlern Georg Klein und Torsten Kauke vom Verein "Soziale Plastik" betrieben, die ihn mit viel Leidenschaft und Idealismus als Ort für ungewöhnliche und besondere Veranstaltungen etabliert haben. Hier lässt sich buchstäblich auf Tuchfühlung gehen, die Besucherzahlen liegen je nach Veranstaltung zwischen 6 und 40 Personen und machen die Atmosphäre und Akustik in dem engen Wagen aus.
Unbekannte Musiker bekommen im Waggon eine Chance, aber auch Künstler aus Übersee haben schon auf einen Abstecher am Kulturgleis gemacht und so ist die Soziale Plastik auf Schienen nach wie vor im Sinne Beuys ein freier Raum für gesellschaftsverändernde Kunst.
Georg Klein und Torsten Kauke öffnen den Waggon im Winter freitags und samstags am Abend und sonntags von 15 bis 22 Uhr; Im Sommer mittwochs bis sonntags von 15 bis 22 Uhr. Weitere Informationen unter www.freedomsoonwillcome.de