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Annemarie Bakker, Betty Freudenberg, Karin Enzler
© Jörg Landsberg
„Ich verachte Dich. Ich empfinde für Dich nur noch Verachtung. Deshalb liebe ich Dich nicht mehr. Ich verachte Dich. Und wenn Du mich anrührst, wird mir übel.“ (Jean-Luc Godard)

Die Liebe ist unmöglich festzuhalten. Die Liebe ist ein Wagnis ohne Sicherheitsnetz. Medea und Jason versprechen sich, einander zu lieben – für immer. Medea hat in Jason denjenigen gesehen, für den sie bereit war, die Familie zu verraten und die Heimat zu verlassen, um mit dem sagenumwobenen Goldenen Vließ im Gepäck mit ihm in die Fremde zu gehen. Doch das gemeinsame neue Leben ist ganz anders als die romantische Projektion. Wie können wir, Unterschiedliche, zusammen leben? Wie können wir zusammen lieben? Und was geschieht, wenn die Liebe aufhört und das Trennende überdeutlich wird. Wenn Hass, Verachtung, Missgunst an ihre Stelle treten. Wenn wir unsere Identität für die Liebe hingegeben haben und wir plötzlich wieder zurückgeworfen sind auf uns selbst. Was ist dann möglich? Alles! Auch der Mord derjenigen, die uns am liebsten sind.

Das Theater Bremen hat wieder eine exemplarische Interpretation auf die Bühne gebracht, die das Stück dicht und selbsterklärend auf die Bühne bringt. Die Kulisse ist bewusst äußerst sparsam, durch eine bedrückend suggestive und schlichte Lichtregie begleitet: Im Zentrum steht als Musterbeispiel großen Theaters nichts weiter als – ein hervorragendes, starkes Schauspielensemble.

Das Theater Bremen, immer mal wieder zu Gast in Offenbach, zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Stadttheatern Deutschlands. Internationale Bekanntheit erlangte das Theater 1962 während der Intendanz Kurt Hübners, mit innovativen und avantgardistischen Produktionen.

Regie: Alexander Riemenschneider

Bühne: David Hohmann

Kostüme: Anna Sophia Röpcke

Musik: Tobias Vethake

Darsteller: Betty Freudenberg, Robin Sondermann, Alexander Swoboda, Guido Gallmann, Simon Zigah u.a.

 

Medea im Bühnenbild
Medea, ein Klassiker von Euripides © Jörg Landsberg

Termin

Montag, den 24.04.2017
Beginn: 19.30 Uhr
Einführung: 18.45 Uhr
Aufführungsdauer: 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

Capitol Theater, Goethestraße 5, 63067 Offenbach am Main

Betty Freudenberg und Simon Zigah
Betty Freudenberg und Simon Zigah in "Medea" © Jörg Landsberg

Eintritt

Karten für die Theateressenz erhalten Sie im OF-Infocenter, Infocenter,069 840004170, Salzgäßchen 1