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Jetzt ist es offiziell: Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir überreichte am Mittwoch, 29. Juni, mit Blick auf den Kreisel den Zuwendungsbescheid des Landes Hessen über 15,6 Millionen Euro an Oberbürgermeister Horst Schneider. Damit kann mit dem Umbau des Kaiserleikreisels voraussichtlich zum Jahresende begonnen werden. Bis 2019 soll der Kreisel bei laufendem Verkehr in eine Kreuzung umgebaut werden und so für einen schnelleren und sichereren Verkehrsfluss sorgen.
Tarek Al-Wazir mit OB Horst Schneider am Kaiserleikreisel in Offenbach
Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir mit Oberbürgermeister Horst Schneider am Kaiserleikreisel in Offenbach © Stadt Offenbach

Rund ist er schon lange nicht mehr und trotz mehrerer Erweiterungen ist der Kaiserleikreisel, ehemals größter Kreisverkehr Europas, an seiner Belastungsgrenze angekommen. Rund 70.000 Fahrzeuge passieren den Kreisverkehr täglich: neben jenen, die zwischen Offenbach und Frankfurt unterwegs sind, auch Zu- und Abfahrten zur A 661. Dass die Leistungskapazitäten des Kreisels definitiv ausgeschöpft sind, weiß auch Al-Wazir. Der Minister ist selbst täglich aus Offenbach Richtung Wiesbaden unterwegs, Staus sind auch ihm daher vertraut. „Der Kaiserleikreisel ist nicht nur ein Stau-, sondern auch ein Unfallschwerpunkt. Die zweispurige Verkehrsführung ist für manche Verkehrsteilnehmer durchaus ein Problem.“ Das Land Hessen möchte die Lage entschärfen. Der Umbau des Kreisels sei dabei auch im regionalen Interesse. „Deshalb unterstützen wir das Projekt mit 15,6 Millionen Euro. Das ist die größte Zuweisung des Landes für ein kommunales Straßenbauprojekt.“

Tarek Al-Wazir mit OB Horst Schneider am Kaiserleikreisel in Offenbach
© Stadt Offenbach

„Damit haben wir endlich Sicherheit für die weiteren Planungen“, freut sich Schneider, der das Projekt schon seit 2006 auf seiner politischen Agenda hat, und erinnert an einen Brief der ehemaligen Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth, an den damaligen Bundesverkehrsminister, in dem sie die Relevanz des Umbaus aufzeigte. „Da war bereits klar, dass die EZB und die Honsellbrücke gebaut werden und das Mercedes Benz an den Kaiserlei kommt.“ Eine Entwicklung, die sich auch in Offenbach fortsetzt. Der Umbau des Verkehrsknotenpunktes wird, ist sich der Offenbacher Oberbürgermeister sicher, auch weitere Impulse liefern. „Das Kaiserlei-Gebiet gewinnt weiter an Attraktivität, das zeigen Anfragen und Ansiedlungen.“ Dass mit dem Ersatz des Kreisverkehrs durch eine Kreuzung eine weitere attraktive Fläche von 1,8 Hektar vermarktet werden kann, dürfte der Entwicklung weiteren Schub geben. Diese Fläche liegt dann unmittelbar an der Kaiserleipromenade, die unter der Autobahn direkt zur Berliner Straße geführt wird. Insgesamt zwei Ampelkreuzungen werden dann den Verkehr zwischen den beiden Städten und den Autobahnen organisieren. Einen besseren Verkehrsfluss und zudem eine höherer Attraktivität auch für Fahrradfahrer verspricht Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir.

Insgesamt 37,28 Millionen Euro wird der Umbau insgesamt kosten, die Stadt Offenbach erbringt einen Eigenanteil von 1,6 Millionen Euro. Aus dem vorliegenden Zuwendungsbescheid des Landes Hessen können die Stadtplaner nun in Tranchen die benötigten Beträge abrufen. „Wir haben den Vergabebeschluss für September oder Oktober diesen Jahres geplant“, erläutert Markus Eichberger, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Gemeinsam mit Hessen Mobil sei bereits die Verkehrsführung während des Umbaus erarbeitet worden, der Zeitplan für die Fertigstellung bis 2019 sei ambitioniert, aber machbar. „Die Arbeiten sollen den Verkehrsfluss so wenig wie möglich beeinträchtigen, aber ganz vermeiden lässt sich das bei einem Umbau dieser Dimension natürlich nicht.“