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Katalog Mein Dein Unser Offenbach
© Urban Media
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Der Preis beträgt 16,80 €.

Die Ausstellung ist Teil eines Projektes innerhalb der „Modellregionen Integration“, das eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern in Offenbach ab den 1950er Jahren liefern will. Zu diesem Zweck wurden im vergangenen Jahr Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu ihren Erfahrungen in Offenbach interviewt und zugleich gebeten, ein Objekt abzugeben, das zur erzählten Geschichte in persönlicher Verbindung steht. Mittlerweile sind die Interviews ausgewertet, die Objekte beschrieben worden.

Die Ausstellung stellt neben Objekten und Lebensgeschichten auch das Fotoprojekt "street life is the best i know "- Familien- und Freunde Porträtstudio Offenbach der Offenbacher Fotografin Lena Grimm vor. Diese Fotoserie möchte zeigen, wer in Offenbach lebt. Dahinter steckt die Idee, dass Integration durch Begegnung und Sichtbarkeit entsteht. Für die Ausstellung des Hauses der Stadtgeschichte und des Amtes für Kulturmanagement haben die Brüder Oliver und Nicolas Kremershof als Kuratoren gewirkt und ergänzend wurde ein umfangreiches Begleitprogramm auf die Beine gestellt. Das Projekt ist bestrebt, Bestand aufzunehmen von Zeugnissen und Spuren, die so viele durch ihr Leben hier in Offenbach hinterlassen haben und es weiterhin tun. Denn Offenbacher haben eines gemeinsam: Sie kommen von überall her – und natürlich auch aus Offenbach. Und dies seit vielen Jahrhunderten. Die historischen Zuwanderungswellen wie die der Hugenotten, der Entstehung der jüdischen Gemeinde, der Ansiedlung katholischer Industriearbeiter im 19. Jahrhundert und den Schicksalen von Vertriebenen und Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkriegen belegen bereits Archiv und Dauerausstellung im Haus der Stadtgeschichte. Da der Zuzug nach Offenbach von Menschen aus aller Welt wie auch aus dem nächsten Umland nie zum Stillstand gekommen ist, ist dies Grund genug, sich dieser für die Stadt enorm prägenden gesellschaftlichen Realität anzunehmen. Mit der Ausstellung „Mein Dein Unser Offenbach – Eine Bestandsaufnahme zur modernen Zuwanderung nach Offenbach am Main“ vom 9. September bis 7. Oktober stellen das Haus der Stadtgeschichte und das Amt für Kulturmanagement erstmals ein empirisch fundiertes, kultur- und sozialwissenschaftliches Projekt vor, das sich mit der Zuwanderung von der Wirtschaftswunderzeit bis heute in Offenbach auseinandersetzt.

Im Fokus der Ausstellung stehen neben einer Aufarbeitung der statistischen Entwicklungen im Spiegel der allgemeinen Zuwanderungsgeschichte der Bundesrepublik vor allem persönliche Einschätzungen zu Fragen wie: Was bedeutet Heimat? Wie hat sich die Stadt durch die Zuwanderung verändert? Und welche Gefühle sind damit verknüpft? Es geht um den Alltag der Menschen und wie sie sich ganz persönlich in unserer gemeinsamen Stadt sehen. Damit versteht sich die Ausstellung als ein Ort offener Kommunikation über die Stadt Offenbach am Main und ihre kulturellen Identitäten. Jede Offenbacherin und jeder Offenbacher ist währender der Ausstellungzeit ganz herzlich dazu eingeladen, die anderen Besucherinnen und Besucher an Ihrer Geschichte, Einschätzung und Idee zu „Ihrem“ Offenbach teilhaben zu lassen. So steht zum Beispiel eine Wand, auf der bereits Geschichten niedergeschrieben sind, im Mittelpunkt der Ausstellung; diese soll während der Ausstellung weiterwachsen. Gefragt wird hier nach den Gedanken zu Herkunft, Hoffnung, Mobilität, Ankunft, Sehnsucht und Identität. Unter „OF – weltweit - Die ganze Welt in einer Stadt - eine Stadt in der ganzen Welt“ rückt das städtische Internet-Portal interaktiv den internationalen Charakter Offenbachs in den Fokus und will ein Netz zwischen Offenbacherinnen und Offenbachern aus der ganzen Welt und auf der ganzen Welt spannen.

Das Projekt wurde gefördert durch das Programm „Modellregion Integration“ über das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa (Programmmanagement: Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration der Stadt Offenbach am Main).

Die Umsetzung wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Sparkasse Offenbach am Main und des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen.