Sprungmarken
Aktuelles Wetter:WetterC
Suche
Suche

Katalog Zeitschleifen
© Haus der Stadtgeschichte, Brigitte Gutwerk, Johannes Kriesche
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Der Preis beträgt 15 €.

Ein Offenbacher Künstlerpaar

Brigitte Gutwerk und Johannes Kriesche – ein Künstlerehepaar, das Offenbach Bürgel als Lebensmittelpunkt gewählt hat. Unter dem Titel „Zeitschleifen“ bieten sie in der Industriehalle im Haus der Stadtgeschichte Offenbach einen Überblick ihres Schaffens der letzten 20 Jahre.

Die Bildhauerin und Kunstpädagogin Brigitte Gutwerk entwickelt aus Stein poetische Enthüllungen von inneren Zuständen unseres Seins. Die Spannung zwischen der Idee und dem Eigencharakter des Werkstoffs Stein symbolisiere für sie die Zwiespältigkeit der energiegeladenen, teils stabil, teils zerbrechlichen Gegenwart und Zeit, in der wir leben, sagt sie selber. Kennen tun wir jedoch andere Werke der Künstlerin, nämlich die Außenprojekte die der „Kinder-Kunst-Baustelle“ entsprungen sind und an vielen Orten im Rhein Main Gebiet zu sehen sind. So ist fast jeder schon einmal am Lindwurm in der Ziegelstraße in Offenbach vorbei gegangen. Zusammen mit Kindern und Jugendlichen und oft auch mit ihrem Mann entstehen hier soziale Plastiken für den öffentlichen Raum, die jeden Ort ein bisschen lebenswerter zu machen.

Der Maler Johannes Kriesche, den man vor allem durch seine Paraffinarbeiten kennt, präsentiert einen so noch nicht gesehenen Querschnitt seiner Werke, was dem Betrachter ganz neue Einsichten in sein Schaffen vermittelt. Seine Beschäftigung mit transparenten Materialien und seine Neugier für den Stellenwert von Licht im künstlerischen Kontext ergeben ein interessantes Spektrum an inhaltlichen und formalen Aspekten. So heißt ein Lichtobjekt „Unlösbare Erinnerungen“ und zeigt einen Knoten aus Glaskugeln, der auch als Schleife betrachtet werden kann. Erinnerungen wie transparente Kugeln ineinander verschlungen, nicht zu entwirren.

Der Maler Johannes Kriesche, den man vor allem durch seine Paraffinarbeiten kennt, präsentiert einen so noch nicht gesehenen Querschnitt seiner Werke, was dem Betrachter ganz neue Einsichten in sein Schaffen vermittelt. Seine Beschäftigung mit transparenten Materialien und seine Neugier für den Stellenwert von Licht im künstlerischen Kontext ergeben ein interessantes Spektrum an inhaltlichen und formalen Aspekten. So heißt ein Lichtobjekt „Unlösbare Erinnerungen“ und zeigt einen Knoten aus Glaskugeln, der auch als Schleife betrachtet werden kann. Erinnerungen wie transparente Kugeln ineinander verschlungen, nicht zu entwirren.

Dem Künstlerpaar gelingt in dieser Ausstellung den Blick auf Wechselspiele zu lenken, die in einer solchen Beziehung nicht ausbleiben können und sollen. Beispielsweise auf der einen Seite die Transparenz des Lichtes auf der anderen die Undurchdringlichkeit des Steins. Beide Künstler legen auf Experimentfreudigkeit und handwerkliches Können großen Wert, was zu einem ständig wachsenden Pool an Ideen beiträgt, aus dem geschöpft werden kann.

Katja M. Schneider Kuratorin im Haus der Stadtgeschichte Offenbach