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1. Biographisches

Carl Theodor Reiffenstein wurde am 12. Januar 1820 in Frankfurt am Main geboren. Seinen ersten Unterricht erhielt er durch die Theatermaler Meiler und Hoffmann und war daneben seit 1833 Schüler des Städelschen Instituts, insbesondere des Architekten Hessemer. Seit 1843 wandte er sich als Schüler von Jakob Becker ganz der Malerei zu. Nachdem er 1846 das Städelsche Institut verlassen hatte, unternahm er Studienreisen nach Brüssel, Paris, in den Harz, das Riesengebirge, 1848 nach Böhmen, 1849 in die Schweiz und 1851-52 nach Italien. Als Zeichen der Anerkennung wurde ihm auf einer Ausstellung in Brüssel 1845 eine Medaille verliehen. 1858 ernannte ihn der "Cercle artistique" in Gent zu seinem korrespondierenden Mitglied. Auf der Wiener Ausstellung wurde ihm 1873 erneut eine Medaille für Kunst verliehen. Reiffenstein starb am 6. Dezember 1893 in Frankfurt am Main.

2. Zum Werk

Reiffenstein hat vorwiegend als Landschaftsmaler in Öl und Aquarell gearbeitet, war aber auch als Radierer tätig. Das Gros seines Œuvres besteht aus Landschafts- oder Stadtansichten von u.a. Frankfurt am Main, Offenbach, Kronberg, Mainz und Königstein. Weitere Arbeiten sind Bilder zu Goethes "Dichtung und Wahrheit" (1875) sowie "Stätten, an denen der Dichter seine Kindheit verlebte". Im Historischen Museum in Frankfurt am Main befindet sich das Werk "Blick vom Goethehaus nach Westen" aus dem Jahr 1858. Ein Jahr zuvor – 1857 – hatte er im Auftrag der Königin Viktoria von England eine Reihe von 17 Aquarellen ausgeführt, welche Ansichten des Schlosses Wald-Leiningen sowie der Stadt Amorbach zeigen.

3. Stilhistorische Einordnung

Das Gemälde scheint dem Biedermeier anzugehören, da die detailtreu beobachtete Landschaft und das helle, leuchtende Kolorit Merkmale dieses Stils sind.