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Jubiläumsausstellung 100 Jahre
© Thomas Lemnitzer
21. JANUAR – 19. FEBRUAR 2017
VERNISSAGE: SAMSTAG, 21. JANUAR 2017, 17 UHR

Führung mit Kuratorin Katja M. Schneider am
Sonntag, 19. Februar 2017 um 15 Uhr
Das Haus der Stadtgeschichte feiert sich selbst. Der Fotograf Thomas Lemnitzer hat Porträts der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses gemacht, und diese haben sich jeweils aus persönlichem Blickwinkel ein Objekt aus dem Depot gesucht. Diese Stücke werden in der Ausstellung gemeinsam mit den Porträts zu sehen sein.
Daraus entstand eine besondere Ausstellung, in der das älteste erhaltene Fahrrad der Stadt, das um 1870 in Offenbach am Main gebaut wurde, ebenso wie der erst kürzlich geborgene Bombenblindgänger von der Offenbacher Hafeninsel zu sehen sein wird. Auch eine Feuerwehrkutsche aus dem 18. Jahrhundert, einst von der Freiwilligen Feuerwehr in Rumpenheim genutzt, wird gemeinsam mit den Porträts der Museumsmenschen präsentiert. Zu sehen ist auch ein Puppenladen aus dem Besitz der Familie d’Orville, eine Skulptur des Bildhauers Ernst Barlach, das erste Offenbacher Nachkriegsradio „Senti“, und – in bunter Mischung – vieles mehr. Im Jahr 1917, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, wurden sowohl das Deutsche Ledermuseum wie auch das damalige Heimatmuseum gegründet. Das Heimatmuseum, zuerst in einigen Räumen im Isenburger Schloß untergebracht, hatte eine wechselvolle Geschichte: Im Jahr 1938 bezog es ein repräsentatives Gebäude gegenüber vom Isenburger Schloß, das aber im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Studenten der damaligen „Meisterschule des deutschen Handwerks“ (heute: Hochschule für Gestaltung) sollen Reste der im Haus verbliebenen Sammlung beim Ausräumen nach dem alliierten Luftangriff 1943 auf das Trottoir gestellt haben, wo Passanten dann mitnahmen, was sie brauchten. Es dauerte bis zum Jahr 1971, ehe es wieder zur Einrichtung eines Stadtmuseums im Dreieichpark kam, in dem sowohl die rechtzeitig ausgelagerten Sammlungsbestände wie auch zwischenzeitlich erfolgte Neuzugänge untergebracht werden konnten. Dort verblieb das Museum bis zur Schließung im Jahr 2003. Am 25. Januar 2004 wurde das Museum als Teil des Hauses der Stadtgeschichte, zu dem nun auch das Stadtarchiv gehörte, wiedereröffnet.
Die Ausstellung „Lieblingsstücke aus dem Depot – 100 Jahre vom Heimatmuseum zum Haus der Stadtgeschichte“ ist bis zum 19. Februar 2017 im Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, zu sehen.