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Keramikkumpf aus Rumpenheim
© Stadt Offenbach - Haus der Stadtgeschichte
Mit Monika Krämer
Reguläre Eintrittspreise. Keine Anmeldung erforderlich.
Aus der Mittelsteinzeit stammen die ältesten Offenbacher Funde: Werkzeuge von Jägern und Sammlern, die nach der Eiszeit durch unsere Gegend streiften. Bauern der Jungsteinzeit errichteten im Mainbogen und am Buchhügel erste Dörfer. Siedlungsspuren und Gräber finden sich auch in anderen Teilen des heutigen Stadtgebiets, weshalb eine dünne, doch dauerhafte Besiedlung angenommen werden muss. Diese frühesten Ackerbauern, »Bandkeramiker« nach der Art ihrer Gefäßverzierungen genannt, bestatteten ihre Toten in Hockergräbern in seitlicher Lage mit angewinkelten Armen und Beinen. Gegen Ende der Jungsteinzeit wurden erstmals Hügel über Gräbern angelegt. Einen Bevölkerungszuwachs bezeugen Grabhügel der Mittleren Bronzezeit unter anderem im Stadtwald. In der Späten Bronzezeit setzte sich die Sitte durch, die Toten zu verbrennen und deren Asche in Flachurnengräbern zu bestatten. In der Bieberer Gemarkung sind Urnenfriedhöfe nachweisbar, die zu Siedlungen gehörten.

Steinkistengräber belegen die Existenz hervorgehobener Familien und damit auch in unserer Gegend den Beginn sozialer Differenzierung. Aus einer dieser Bestattungen stammt beispielsweise das Bieberer Amulett.