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„Ingenieure made in Offenbach“: Hessische Berufsakademie startet Maschinenbau-Studium

Offenbach, den 29.08.2011, letzte Bearbeitung: 01.09.2011

Offenbach bietet nicht nur dem kreativen Nachwuchs eine Zukunft, ab kommender Woche startet der Studiengang „Maschinenbau“ der Hessischen Berufsakademie: „Damit ist“, so Oberbürgermeister Horst Schneider, „ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunft der Stadt gelegt“. Denn nach wie vor verfügt der ehemalige Industriestandort über prosperierende Unternehmen im produzierenden Bereich und nicht nur in Offenbach ist das Interesse und der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern groß – immerhin ist jede fünfte weltweit verkaufte Maschine „Made in Germany“.

„Im Bereich Maschinenbau gab es die größte Nachfrage, berichtet Claudia Feickert, „im kommenden Jahr soll das Studienangebot mit Elektrotechnik und Mechatronik erweitert werden“. Die Diplom-Kauffrau organisiert das Studienzentrum Offenbach der Hessischen Berufsakademie, die in insgesamt 15 Studienorten bundesweit vertreten ist. Seit rund fünf Jahren bietet die gemeinnützige Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie am Standort Offenbach die Bachelor-Studiengänge in Wirtschaftwissenschaften und Informatik.

Am kommenden Montag beginnen nun die ersten Vorlesungen für die angehenden Ingenieure, die nach 7 Semestern mit dem Bachelor of Engineering abschließen können. Insgesamt 20 Arbeitnehmer sowie zwei Auszubildende haben sich für den berufsbegleitenden Studiengang entschieden. Zwei Abende pro Woche und der Samstag stehen bei den 20 Männern und zwei Frauen dann für die nächsten dreieinhalb Jahre zusätzlich auf ihrem Wochenplan.
Die Vorlesungen finden im Gründercampus Ostpol und im Studienzentrum am Klinikum Offenbach statt, außerdem stehen Labortage in der Gewerblich-Technischen-Schule und Praxiseinheiten in Langen auf dem Programm. Damit die Studenten, die tagsüber noch ihrer regulären Tätigkeit nachgehen, dabei nicht den Überblick verlieren, können sie sich online über die jeweiligen Veranstaltungsorte und alle Vorlesungen informieren. Kurzfristige Änderungen teilen die Organisatoren per Email oder SMS mit. „Damit“, meint Prof. Dr. Andreas Goldschmidt, Studienleiter der Hessischen Berufsakademie in Offenbach, „können sich die Studenten wirklich auf das Wesentlich konzentrieren.“

Ob von der Nähmaschine zur komplexen Fertigungsstraße oder von der Idee zur Konstruktion: ohne mathematisches Verständnis können die angehenden Ingenieure nicht auskommen, eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist das Abitur und ein Ausbildungsvertrag oder ein Abschluss als Meister oder Techniker in einem technisch-gewerblichen Betrieb. Eine Besonderheit ist es, dass auch Techniker und Meister ohne Hochschulreife an der Hessischen Berufsakademie Offenbach Maschinenbau studieren können. „Die Kosten für das Studium liegen bei etwa 13.500 EURO, die“, so Prof. Goldschmidt, „in manchen Fällen sogar ganz oder teilweise von den Unternehmen übernommen werden“.

Der Bedarf an Ingenieuren und gut ausgebildeten Fachkräften sei da, hinsichtlich der Kostenübernahme und etwaiger Freistellungen lasse sich allerdings keine pauschale Aussage treffen, bestätigt auch Claudia Feickert, die „alle möglichen Modelle wie berufsbegleitende Weiterbildung im und mit dem Unternehmen organisiert werden kann“, kennt.

Die Einführung des neuen Studienangebots wird mit Mitteln des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds unterstützt, weitere Informationen zum Angebot der Hessischen Berufsakademie in Offenbach gibt es http://www.hessische-ba.de/ba_offenbach.html