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Broschüren bieten Schülern und Eltern Unterstützung für den Weg in den Beruf

Offenbach, den 13.12.2011

Ein dichter Dschungel an Möglichkeiten bietet das deutsche Schulsystem. Der Weg nach der Grundschule kann heute vielfältig gestaltet und beschritten werden. Die Frage wie es nach dem Besuch einer weiterführenden Schule weitergeht, ist zum Teil noch schwerer zu beantworten, denn hier verzweigt sich das Bildungssystem noch mehr.

Den Durchblick zu behalten fällt schwer. Vor allem Eltern, deren eigener Schulabschluss und Berufseinstieg bereits einige Zeit zurück liegt oder die ihre berufliche Ausbildung nicht in Deutschland absolviert haben und ein anderes Bildungssystem gewohnt sind. Die Broschüren des Regionalen Übergangsmanagements sollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Eltern helfen, ihre Kinder bei wichtigen Entscheidungen zu unterstützen.

„Tipps für Eltern“ nennen sich die kleinen Hefte, die übersichtlich schildern, auf welche Möglichkeiten Schüler nach dem Schulabschluss zurückgreifen können. Auch in der Pubertät bleiben Eltern für ihre Kinder wichtige Ratgeber. „Familien müssen die Entscheidungsprozesse ihrer Kinder mittragen“, weiß Dr. Matthias Schulze-Böing, Leiter der MainArbeit. „Wenn Eltern beraten, sind die Erfolge in einem Beruf zu münden am größten“, sagt auch Bürgermeistern Birgit Simon die gemeinsam mit dem Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration nun die neuste der drei Broschüren vorstellte. Den Initiatoren geht es darum, Eltern bei der wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Übersichtlich und vereinfacht stellen die bunt gestalteten Handouts dar, was beim Übergang von Schule und Beruf zu beachten ist. Schritt für Schritt wird erklärt, wie eine konkrete Unterstützung aussehen kann.

„Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Berufswünsche.“
„Motivieren Sie Ihr Kind, praktische Erfahrungen im Beruf zu sammeln.“
„Achten Sie auf Pünktlichkeit!“
„Regen Sie Ihr Kind zum Lernen an!“

Diese sind nur einige der Hinweise, die eine der drei Broschüren bietet. Sie weist auch darauf hin, dass es nicht immer der bessere Weg ist, möglichst lange zur Schule zu gehen. „Vielen Eltern ist nicht bewusst, wie durchlässig das deutsche Bildungssystem ist“, sagt Dr. Matthias Schulze-Böing. Birgit Simon pflichtet ihm bei: „Wir raten heute: Rein in die Ausbildung!“ Lange Zeiten in der Schule seien nicht für jeden Schüler das Richtige, weiß die Bildungsdezernentin. Ralph Kersten, Projektleiter Regionales Übergangsmanagement weist darauf hin, dass der „Ausbildungsmarkt sich entspannt hat.“ Etwa 50 Lehrstellen seien allein in Offenbach nicht besetzt. „Wir versuchen auf einfache Weise, diesen Bedarf zu transportieren.
Und dies geschieht nicht nur auf Deutsch, sondern gleich in fünf Sprachen. Auf Deutsch, Türkisch, Griechisch, Serbokroatisch und Italienisch.

Die einzelnen Themen der drei Ausgaben sind:
1. „Ausbildung bringt weiter“ – Betriebliche Ausbildung und Anschlussperspektive
2. „Wege in der beruflichen Schule“ – Licht in die verschiedene Angebote der beruflichen Schule
3. „Perspektive Berufsabschluss“ – Wege, wenn es nicht sofort nach der Schule klappt

Verteilt und bereitgestellt wird das Informationsmaterial an Schulen, im Jobcenter, bei ausländischen Gemeinden und Vereinen, bei der Agentur für Arbeit, dem Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, bei der Industrie- und Handelskammer sowie bei der Handwerkskammer.