Kostenerstattung des Bundes ermöglicht Mittagsverpflegung und Schulsozialarbeiterstellen
Offenbach, den 28.12.2011, letzte Bearbeitung: 12.01.2012Der Bund hat seinen Anteils an der Kostenerstattung für Unterkunft und Heizung (KdU) um 2,8 Prozent erhöht, daher stehen den Kommunen im kommenden sowie dem darauffolgenden Jahr jeweils 400 Millionen EURO für das Mittagessen von Kindern und die Schulsozialarbeit der Jugendhilfe zur Verfügung. Für die Stadt Offenbach ergibt dies eine Entlastung von rund 1,22 Millionen EURO pro Jahr – vorausgesetzt, die Mittel werden auch für den vorgesehenen Zweck verwendet.

Für Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Birgit Simon keine Frage, schließlich ist die Stadt Offenbach schon seit längerem in beiden Bereichen engagiert – rund 280.000 EURO weist der kommunale Haushalt für das Jahr 2012 für Mittagsverpflegung und 340.000 EURO saldierte Kosten für Schulsozialarbeit aus. Aus der Differenz des KdU-Anteils in Höhe von 1,22 Millionen EURO sowie den bereits geplanten Kosten stehen somit zusätzlich 600.000 EURO zur Verfügung.
Diese Mittel erlauben eine weitere Reduzierung der Zuzahlungen zum Mittagessen, statt monatlich 30 EURO werden noch 20 EURO fällig. Dieser Betrag entspricht dann dem neu definierten Betrag der sogenannten häuslichen Ersparnis von 10,50 EURO pro Kind, erläutert Jugendamtsleiter Hermann Dorenburg. Insgesamt 204.000 EURO sind für die soziale Entlastung von Essensbeiträgen kalkuliert.
Außerdem ist die Schaffung von fünf zusätzlichen, vorerst befristeten, Schulsozialarbeiterstellen vorgesehen, 250.000 EURO stehen im kommenden Jahr hierfür zur Verfügung. Hinzu kommen 50.000 EURO für Sachkosten im Zusammenhang mit der Erweiterung des bestehenden Angebotes.
Bereits jetzt gibt es an der Eichendorffschule und an der Mathildenschule je zwei Schulsozialarbeiter, die die Schüler und Eltern beim Schuleintritt und beim Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf unterstützen. Seit 2002 gibt es auch an der Geschwister-Scholl-Schule eine Schulsozialarbeit, die vom Verein CVJM getragen wird sowie eine halbe Stelle Schulsozialarbeit an der Fröbelschule, die beim Verein Behindertenhilfe Stadt und Kreis angesiedelt ist. Diese wird ebenfalls durch die Stadt Offenbach finanziert.
Eingebettet in die bestehenden Aktivitäten des Programms „Jugendhilfe und Schule“ ist mit den zusätzlichen Stellen der Ausbau von Einzelfallhilfen und der Intervention bei persönlichen Krisen möglich. Insbesondere an der Ernst-Reuter-Schule und an der Bachschule gibt es einen entsprechenden Bedarf. „Schulverweigerung hat viele Ursachen“, weiß Dorenburg. Daher ist die persönliche und intensive Arbeit der Schulsozialarbeiter ein wichtiger Baustein, um Jugendliche auf ihrem Weg in eine existenzsichernde Ausbildung zu unterstützen.
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