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Konzept der Ganztagsklasse kombiniert Unterricht mit pädagogischem Freizeitangebot

Offenbach, den 17.12.2008

Ganztagsschule – das heißt nicht pauken von früh bis spät. Seit 2006 erprobt die Stadt Offenbach an Grundschulen ein neues pädagogisches Konzept. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet es, dass sich Lernen und Entspannung abwechseln. Unterricht, Spiel- und Freizeitangebote sind über den ganzen Tag verteilt. Für berufstätige Eltern bedeutet das Konzept verlässliche Betreuungszeiten bis 16.30 Uhr. Möglich wurde dies durch eine neuartige Kooperation zwischen Grundschulen und städtischen Kinderhorten.

Als Pilotprojekt startete die Zusammenarbeit im Sommer 2006 in einer Klasse an der Eichendorffschule. Die Vereinbarung, die der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO) mit der Grundschule schloss, sieht folgendermaßen aus: Der EKO macht an der Schule für die jeweiligen Ganztagesklassen ein Nachmittagsangebot (zwischen 12.30 Uhr und 16.30 Uhr).
Für jede Stunde, die eine Erzieherin vormittags im Unterricht präsent ist, um zum Beispiel Kleingruppenarbeit zu machen, wirkt eine Lehrerin nachmittags an einem Freizeitangebot mit und hilft beispielsweise Kindern bei den Hausaufgaben oder sie hält nachmittags geregelten Unterricht, wenn dafür am Vormittag ein freizeitpädagogisches Angebot stattfindet.. Der Vorteil: Die Mädchen und Jungen können die ganze Zeit über in der Schule bleiben und brauchen nicht außerhalb des Unterrichts in den Hort zu gehen.

Bildung und Betreuung enger zu verzahnen, ist ein zentrales Ziel. Die Kooperation kombiniert die Lerninhalte ebenso wie die Kompetenzen von Hort- und Grundschulpädagogen. So wird eine intensivere Betreuung und eine bessere Förderung der Kinder erreicht.

Die Stadt Offenbach kann durch dieses Modell freie Kapazitäten in den Kindertagesstätten schaffen, denn das Hortangebot für Schulkinder muss nicht mehr länger dort vorgehalten werden. Durch die räumliche Verlagerung an die Schulen, strebt die Stadt gleichzeitig an, den Umfang der Hortbetreuung zu erweitern.

Inzwischen konnte das Angebot an der Eichendorffschule bereits auf die Goetheschule, die Mathildenschule und die Grundschule Buchhügel ausgedehnt werden. An der Goetheschule werden ab Sommer 09 sogar zwei erste Klassen als Ganztagesklassen starten. Eine weitere Ausweitung auf andere Schulen ist geplant. Und auch an der Eichendorffschule kam bisher mit jedem Schuljahresbeginn eine weitere Ganztagsklasse hinzu, so dass dort inzwischen rund 75 Kinder von dem Angebot profitieren. Angestrebt ist, dass es an allen beteiligten Grundschulen eine Ganztagsklasse pro Jahrgang gibt, aufgrund der großen Nachfrage von Eltern in der Innenstadt, werden die entsprechenden Schulen zwei Klassen pro Jahrgang anbieten, wenn sich die räumlichen Bedingungen dem Bedarf angepasst haben.
Flankiert wird das Konzept durch bauliche Maßnahmen im Rahmen des umfangreichen Schulbau- und –sanierungsprogramms. Im Zuge eines Umbaus erhielt die Eichendorffschule eine Caféteria, wo die Ganztagsschüler seit Schuljahresbeginn 2008 ihr Mittagessen einnehmen können.

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