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Fachkonferenz Demografische Entwicklung in jungen Städten – Herausforderungen für die schulische Bildung

Offenbach, den 22.12.2011, letzte Bearbeitung: 04.01.2012

Einen dringenden Appell an die Hessische Landesregierung richteten die etwa 100 Teilnehmenden der Offenbacher Fachkonferenz „Demografische Entwicklung in jungen Städten – Herausforderungen für die schulische Bildung“ vom 14. November 2011, zu der der Offenbacher Bildungsdezernent Paul Gerhard Weiß eingeladen hatte.

v.l.n.r.: Dr. Peter Bieniussa, Komm. Leiter des Staatliches Schulamts für den Landkreis und die Stadt Offenbach; Paul-Gerhard Weiß, Bildungsdezernent der Stadt Offenbach; Mathias Wagner, bildungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Hess. Landtag; Dr. Jürgen Dieter, Geschäftsführenden Direktor des Hess. Städtetags; Heike Habermann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hess. Landtag und Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion "Die Linke" im Hess. Landtag.
v.l.n.r.: Dr. Peter Bieniussa, Komm. Leiter des Staatliches Schulamts für den Landkreis und die Stadt Offenbach; Paul-Gerhard Weiß, Bildungsdezernent der Stadt Offenbach; Mathias Wagner, bildungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Hess. Landtag; Dr. Jürgen Dieter, Geschäftsführenden Direktor des Hess. Städtetags; Heike Habermann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hess. Landtag und Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion "Die Linke" im Hess. Landtag.

Schulträger wie Offenbach, die mit steigenden Schülerzahlen konfrontiert sind und gleichzeitig vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Bevölkerungsstruktur einen besonderer Bedarf an individueller Förderung decken müssten, seien mit dieser Aufgabe finanziell hoffnungslos überfordert. Hier sei das Land in der Pflicht, die Schulträger zu unterstützen. Insbesondere, wenn sie sich wie Offenbach schon seit Jahrzehnten engagiert und kreativ den vielfältigen Herausforderungen stellen. Dies setze Änderungen bei der Zuweisung von Lehrerstellen und im Kommunalen Finanzausgleich voraus. Nur wenn die Ressourcen bedarfsgerecht verteilt würden, könnten die betroffenen Kommunen die gesellschaftlich wichtige Aufgabe einer guten Bildung für die nachwachsenden Generationen erfüllen.

Eine wichtige Bilanz der Veranstaltung lautet: „Regionen mit junger Bevölkerung, die wie Offenbach und Frankfurt gleichzeitig Schwerpunktregionen für Integration sind, brauchen eine neue problem- und bedarfsorientierte Ressourcenverteilung“. Das große Interesse an der fachlichen Debatte hat belegt, dass damit ein bisher unterbelichteter Punkt getroffen wurde. Während die demographische Schere zwischen unterschiedlichen Gebietskörperschaften immer weiter aufgehe, stehe die Diskussion über den notwendigen Ressourceneinsatz zur Bewältigung des Phänomens noch am Anfang. Die Frankfurter Bürgermeisterin und Bildungsdezernentin Jutta Ebeling, die aktiv an der Fachkonferenz mitgewirkt hatte, begrüßte, dass damit ein Dialog der Betroffenen mit Expertinnen und Experten sowie politisch Verantwortlichen eröffnet wurde. Organisiert wurde die Fachkonferenz vom Offenbacher Projekt „Lernen vor Ort“, das vom Bund finanziert wird und an der Volkshochschule angesiedelt ist.

Auf die Landesebene transportiert werden die bei der Konferenz gewonnenen Erkenntnisse durch die bildungspolitischen Sprecher/innen der Oppositionsfraktionen im Hessischen Landtag Heike Habermann (SPD), Barbara Cárdenas (Die Linke) und Mathias Wagner (Bündnis 90/Die Grünen), die aktiv an den Diskussionen teilgenommen hatten. „Diese Fachkonferenz hat uns gute Argumente dafür geliefert, noch selbstbewusster als bisher die nötige Unterstützung für unsere herausfordernden Aufgaben einzufordern“, so das Fazit des Offenbacher Bildungsdezernenten.

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