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Die Schulsanierung verläuft nach Plan - und hat weiter absolute Priorität

Offenbach, den 01.08.2011

Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres 2011/12 können Kinder und Jugendliche frisch sanierte und modernisierte Räume an Offenbacher Schulen und Kitas beziehen. Die Stadt hat die sechs Wochen Ferien genutzt, um wichtige Arbeiten an den Lehrstätten und Betreuungseinrichtungen voran bzw. zum Abschluss zu bringen. Dabei wurden unter anderem Schulen zu ganztägig arbeitenden Schulen umgebaut und erweitert, energetische Sanierungen an Turnhallen und Fassaden vorgenommen, Alarmanlagen erneuert und Außenanlagen von Schulen und Kindertagesstätten neu gestaltet.

Das derzeit größte Schulbauprojekt ist die Ludwig-Dern-Schule im Lauterborn.
Das derzeit größte Schulbauprojekt ist die Ludwig-Dern-Schule im Lauterborn.

„Offenbach ist eine junge und wachsende Stadt“, so Oberbürgermeister Horst Schneider. „Erziehung und Bildung bleiben deshalb die wichtigsten Schwerpunkte unserer Investitionen.“ Der Magistrat werde den Kurs des Neubau- und Sanierungsprogramms an Schulen unbeirrt fortsetzen, um für die nachwachsenden Generationen in Offenbach optimale Bedingungen zu schaffen, betonte Schneider bei der Vorstellung der aktuellen Maßnahmen am 1. August in der Ludwig-Dern-Schule.

Der OB unterstrich die Bedeutung der Bildungseinrichtungen für die Stadtentwicklung: „Kitas und Schulen prägen das Leben in den Quartieren, weil nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern dort zusammenkommen, sich austauschen und kennenlernen. Gut ausgestattete und energetisch sanierte Gebäude sind deshalb ein Standortfaktor, den wir weiter mit aller Kraft fördern müssen.“

Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß ergänzte: „Mit dem groß angelegten Schulbauprogramm sollen alle 27 Schulen fit für die Zukunft werden: baulich saniert, zeitgemäß ausgestattet und für den Ganztagsbetrieb erweitert. Dieser ist besonders in einer Großstadt wie Offenbach pädagogisch dringend erforderlich.“ In jedem Einzelfall müsse sparsam geplant werden: Es gehe darum, die Schulen in einen angemessenen Zustand zu versetzen, nicht um die Erfüllung aller Wünsche.

Bildungsdezernent Weiß: Stadt als Schulträger wird ihre Pflichtaufgaben erfüllen
Damit sei Offenbach in den vergangenen Jahren gut vorangekommen: Die drei Gymnasien wurden G8-fähig gemacht, die Rudolf-Koch-Schule ist inzwischen vollständig saniert. Es wurden ÖPP-Projekte an der Beethovenschule und den beruflichen Schulen am Buchhügel gestartet. Die Arbeiten an der Ludwig-Dern-Schule und Waldschule Tempelsee haben begonnen, und die Modernisierung der Außenstelle Waldhof steht bevor. Mit Hilfe von Förderprogrammen des Bundes und Landes konnten auch zahlreiche Projekte vorgezogen werden, die das weitere Schulbauprogramm in den kommenden Jahren finanziell entlasten, etwa an der Grundschule Buchhügel, die vor der Fertigstellung steht. „Insgesamt konnten seit 2006 an 22 der 27 städtischen Schulen Verbesserungen erreicht werden“, so Weiß. „Schaut man sich die Prioritätenliste des Schulbauprogramms an, bleibt noch viel zu tun. Dies ist gerade vor der schwierigen Haushaltssituation eine große Herausforderung. Doch wir als Schulträger werden diese Pflichtaufgabe erfüllen, zumal die Schülerzahlen weiter steigen. Umso wichtiger ist es, die Prioritäten auf die Bereiche Erziehung und Bildung unserer Kinder zu konzentrieren.“ OB Schneider sagte: „Ich bin gedämpft optimistisch, dass wir das Neubau- und Sanierungsprogramm mit Unterstützung des Landes Hessen und des Regierungspräsidiums Darmstadt vollenden können.“

Wie in den Jahren zuvor hat sich auch 2011 die gute Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Stadtplanung und Baumanagement – Bereich Hochbaumanagement – sowie der EEG Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH und der GBM Gebäudemanagement GmbH, zwei Tochtergesellschaften der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH), bewiesen. Gemeinsam sorgen sie für einen reibungslosen und fristgerechten Ablauf der zahlreichen Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen – vor allem an Schulen und Kindertagesstätten – aber auch anderen städtischen Gebäuden.

Im Haushalt stehen 2011 erheblich mehr Gelder für Schulen bereit als im Vorjahr
Im Offenbacher Finanzhaushalt stehen 2011 insgesamt 26,4 Millionen Euro für den Bereich Hochbaumanagement bereit. Im Vorjahr waren es 17,1 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt kommen dieses Jahr noch rund 4,79 Millionen Euro hinzu. Davon entfallen 22,7 Millionen Euro im Finanzhaushalt und 3,52 Millionen Euro im Ergebnishaushalt auf den Bereich Schulen. Für Kindertagesstätten sind 55.000 Euro im Finanzhaushalt und 900.000 Euro im Ergebnishaushalt vorgesehen. Zum Vergleich: Im Vorjahr standen für die Schulen 12,78 Millionen Euro im Finanzhaushalt und 3,3 Millionen Euro im Ergebnishaushalt zur Verfügung; für die Kitas 70.000 Euro im Finanzhaushalt und 1,72 Millionen Euro im Ergebnishaushalt.



Maßnahmen der EEG
Die EEG ist als Projektsteuerungs- und Planungsgesellschaft mit der Umsetzung von kommunalen Baumaßnahmen beauftragt. Diese beinhalten Neubauten und Erweiterungen, aber auch Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten, um den Wert der Liegenschaften zu erhalten bzw. zu steigern. In diesem Jahr betreut die EEG insgesamt 48 Projekte; 28 davon betreffen Schulen und Kindertagesstätten.

Ein Beispiel für die erfolgreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Offenbacher Schulen ist die Ludwig-Dern-Schule (LDS) in Lauterborn. Die Förderschule wird von Januar 2012 bis März 2012 für die Ganztagsbetreuung erweitert, umgebaut, instand gesetzt und energetisch saniert. „Besonders dringend ist hier der Ersatzneubau, da das bestehende Gebäude statisch marode und nicht mehr zu halten war“, erläuterte EEG-Geschäftsführer Reinhard Hantl. Überdies wurde eine Cafeteria mit Küche und Speiseraum errichtet, die als Verbindungsbau sowohl von der LDS als auch von der Lauterbornschule genutzt werden kann. Die Cafeteria wurde dringend benötigt, weil auch die Lauterbornschule Ganztagsgruppen eingerichtet hat, was ohne Mittagsversorgung nicht möglich ist. Mit Schuljahresbeginn können die Schülerinnen und Schüler nun ausreichend mit Speisen und Getränken versorgt werden. Der Neubau war ursprünglich erst für 2015 vorgesehen. Mit der Vorverlegung der Baumaßnahmen auf 2010/11, die das Konjunkturförderprogramm ermöglicht hat, werden spätere Bauarbeiten an der Lauterbornschule den Lehrbetrieb an der LDS weniger beeinträchtigen. Der Neubau wurde für rund 1,8 Millionen Euro umgesetzt.

Darüber hinaus hat die EEG die sechs Wochen Sommerferien genutzt, um technische Anlagen wie Heizungs- und Sanitäranlagen der Turnhalle zu sanieren. Diese werden fristgerecht bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein, so dass die Turnhalle mit dem Beginn des Schuljahres genutzt werden kann. In der dritten Schulwoche wird dann auch die Wärmedämmung der Turnhalle fertig sein. Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau und die Sanierung an der Ludwig-Dern-Schule betragen insgesamt 10,3 Millionen Euro.

Auch in der Waldschule Tempelsee wurde die schulfreie Zeit im Sommer genutzt: Die Sanierungs- und Baumaßnahmen laufen seit Januar 2011. Am 17. August findet das Richtfest des Pavillons statt. Insgesamt sind für das Projekt, das im April 2013 abgeschlossen sein soll, 9,5 Millionen Euro veranschlagt. Kurz vor dem Abschluss steht auch die Komplettsanierung der Turnhalle der Friedrich-Ebert-Schule. Die Ausführung einer besonderen Innendämmung zur Wahrung des Fassadenbildes sowie die Dachsanierung der Schule haben 1,8 Millionen Euro gekostet.

Auch an den Kindertagesstätten der Stadt war die EEG aktiv. Noch im August 2011 werden die Sanierungsarbeiten an der Kindertagesstätte 2, 6 und 13 abgeschlossen sein. Hier wurden die Sommerferien bzw. in der Urlaubszeit genutzt, in der weniger Kinder betreut werden müssen. Insgesamt wurden rund 2,5 Millionen Euro in die Kleinen investiert. In der Kindertagesstätte 13 im Gravenbruchweg wurde von Januar bis August eine Gesamtsanierung durchgeführt. Dabei wurden Sanitäranlagen erneuert, Durchbrüche geschaffen, ein Teamraum ausgebaut, Elektroinstallationen erneuert, Wände verputzt, neue Böden verlegt, das Dach erneuert und Fassaden energetisch saniert. Das Ganze schlägt mit 1,9 Millionen Euro zu Buche.


Maßnahmen der GBM
Die GBM Gebäudemanagement GmbH Offenbach ist für die technische, infrastrukturelle und kaufmännische Unterhaltung und Instandhaltung öffentlicher Gebäude und Liegenschaften der Stadt Offenbach zuständig. Dazu gehören unter anderem die Betreuung von kleineren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, Hausmeisterdienste, Gebäudereinigung, Spielplatzkontrollen sowie die Pflege, Unterhaltung und Betreuung von Sportanlagen. Für Instandhaltung und kleinere Baumaßnahmen stehen der GBM im Haushaltsplan 2011 rund 4 Millionen Euro zur Verfügung. Diese werden unter anderem dafür genutzt, um Klassenraummodule zu erweitern, Sanitäranlagen umzubauen, Sicherheitsbeleuchtungsanlagen zu erneuern, Regenerationarbeiten an den Sportrasenflächen der Stadt vorzunehmen und Schließanlagen zu erweitern. Überdies wird die Sommerpause von den Mitarbeitern der GBM auch für den jährlichen Großputz in den Schulen genutzt.

weitere Bilder: Treppenhaus im Erweiterungsbau der Ludwig-Dern-Schule.
Treppenhaus im Erweiterungsbau der Ludwig-Dern-Schule.
Rundgang durch die Baustelle (v.r.): Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, Dorothee Weitzel, die Leiterin der Lauterbornschule, OB Horst Schneider, LDS-Leiterin Ulla Rühl, Anna Heep, Leiterin Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung, und EEG-Geschäftsführer Reinhard Hantl.
Rundgang durch die Baustelle (v.r.): Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, Dorothee Weitzel, die Leiterin der Lauterbornschule, OB Horst Schneider, LDS-Leiterin Ulla Rühl, Anna Heep, Leiterin Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung, und EEG-Geschäftsführer Reinhard Hantl.
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren - unten...
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren - unten...
...und oben.
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Davon überzeugten sich die Teilnehmer der Pressekonferenz am 1. August.
Davon überzeugten sich die Teilnehmer der Pressekonferenz am 1. August.