Bürgerbüro wird erste Anlaufstelle für Zuwanderer
Offenbach, den 08.02.2007Für Migrantinnen und Migranten gibt es in Offenbach nun eine zentrale Anlaufstelle. Alle Anbieter von Migrationsberatung, nämlich Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und Internationaler Bund bieten montags bis freitags, jeweils von 8 bis 12 Uhr, Sprechzeiten im Bürgerbüro, Berliner Straße 100, an. Der Service schließt Erstgespräche für Zuwander/innen ebenso ein wie den Jugendmigrationsdienst.
Im Rahmen der Migrationsberatung wird auf spezifische Angebote und Dienstleistungen aufmerksam gemacht. Angeboten werden allgemeine Informationen, die konkrete Vermittlung von Hilfen anderer Dienste oder bedarfsorientierte Einzelfallbetreuung. Für Anastassia Tasoula Pentidou vom Diakonischen Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau ist „das Ziel, die Klienten zu beraten, was für die Integration wichtig ist, besonders die Sprachfähigkeit, rechtliche Fragen und die Möglichkeiten in Bereichen wie Kindergarten, Schule und Beruf stehen im Vordergrund.“
Bisher würden allerdings noch zu wenig Neubürger die Migrationsberatung nutzen, durch die neue Anlaufstelle im Bürgerbüro soll gerade das Angebot der Erstberatung präsenter gemacht werden.
Das Konzept wurde von Bürgermeisterin Birgit Simon und dem kommunalen Integrationsbeauftragten Luigi Masala zusammen mit den Verbänden entwickelt. Es geht bei dem Vorhaben der gebündelten Migrantenberatung im Bürgerbüro laut Luigi Masala um einen „gemeinsamen Beratungsansatz, der möglichst früh und nah am Klienten ansetzt.“ Auch die Bürgermeisterin sieht die Möglichkeit, „dass eine frühe und vor allem gezielte Beratung geleistet wird. Davon verspreche ich mir mehr Bürgerinnen- und Bürgernähe im Integrationsprozess und auch größere Effizienz.“
Dabei wird laut Martina Fuchs, zuständige Bereichsleiterin für das Bürgerbüro, auch eine Evaluation vorgenommen werden. So sollen Daten statistisch erfasst werden, beispielsweise wie viele Frauen und Männer die Beratungsangebote in Anspruch nehmen und welche Themenschwerpunkte dabei im Mittelpunkt stehen. Mit diesen Angaben kann dann die Effizienz hinsichtlich der Bedürfnisse der Neubürger bei der Erstberatung verbessert werden. Dass der Bedarf besteht, dürfte außer Frage stehen: Im Jahr 2005 sind 2442, im vergangenen Jahr 2131 Nichtdeutsche aus dem Ausland nach Offenbach zugezogen.
Das neue Beratungskonzept soll zunächst sechs Monate erprobt werden.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
Artikel drucken
Als PDF anzeigen