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70 Jugendliche auf Kultour – Herbstferienprojekt auf der Burg Hohensolms voller Erfolg

Offenbach, den 17.10.2011, letzte Bearbeitung: 18.10.2011

Über ein Jahr haben die Vorarbeiten an dem ersten Jugendmusikforum RheinMain gedauert. 2010 scheiterte das Projekt an der Finanzierung. Jetzt ist es ein voller Erfolg. Siebzig Jugendliche aus Offenbach und der Region trafen sich zu Beginn der Herbstferien, um gemeinsam zu musizieren, zu singen, zu tanzen und um mit digitalen Medien zu arbeiten. „Come Together“, das Motto des ersten „Jugendmusikforums Rhein-Main“ hätte kaum treffender sein können.

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Am Montag transportierten Busse die Jungen und Mädchen aus Frankfurt, Hanau, Wiesbaden, Main- und Rheintaunuskreis, Hochtaunuskreis und Schwalbach, Dreieich und Offenbach mit den Teamern und mit Tonnen an Equipment für Licht und Ton zur Evangelischen Jugendburg Hohensolms. Jeder dritte Teilnehmer des Forums und ein Großteil der Betreuer der zehn Workshops kamen aus Offenbach. Angeboten wurden Kurse in den Fächern Rock, HipHop, Break- und Streetdance, Percussion, Stimmbildung sowie Medien. Die jungen Akteure  brauchten keine Vorkenntnisse. Gefragt war nur die Lust, gemeinsam mit Gleichaltrigen eine abwechslungsreiche Kulturwoche zu gestalten.

Vorbereitet hatten das Projekt Vertreter aus den Landkreisen Main-Taunus, Hoch-Taunus und Rheingau-Taunus, die Jugendpflege der Stadt Schwalbach, das Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt, das Institut Medien und Kommunikation Hessen, das Medienzentrum Wiesbaden, das JBW der Stadt Hanau und das Jugendkulturbüro (offRock) und die Medien-Etage des KJK Sandgasse. Verantwortlich für letztgenannte Einrichtungen ist das Offenbacher Jugendamt.

Wesentlich für den Erfolg des Projektes war ein gelungener Auftakt. Angeleitet von einer fulminanten Percusssions-Animation von "Drum-Conversation" aus Frankfurt trommelten, tanzten und sangen sich Teilnehmer, Teamer und Organisatoren mit afrikanischen Rhythmen in Stimmung. Schnell waren so die ersten Kontakte hergestellt. Danach bezogen die Teilnehmer die Burg und ihre Anbauten. Zehn Workshop-Räume, drei mobile Aufnahmestudios und ein Organisationsbüro galt es einzurichten, um sofort mit dem Programm zu beginnen.

Die Jungen und Mädchen gingen hochmotiviert an die Arbeit. Selbst in den angebotsfreien Zeiten trafen sie sich in den Schlaf- oder Aufenthaltsräumen und musizierten mit akustischen Instrumenten weiter. Schließlich galt es auch die Ergebnisse der Arbeit am Donnerstagabend in der Regenbogenhalle im Vorhof der majestätischen Burg gut zu präsentieren. Über zwei Stunden zeigten die Teilnehmer vor einem begeisterten Publikum die Früchte ihres Wirkens in den vergangenen 3,5 Tagen. Die Stimmung war am späten Abend so euphorisch, dass viele der Teilnehmer zunächst nicht die Abschlussparty besuchten, sondern begeistert an ihren Tanz- und Musikstücken weiter arbeiteten.

Die Woche ist ausführlich dokumentiert. Die Musik wurde in den drei mobilen Studios aufgenommen. Sie soll bis zum Nachtreffen im November als CD veröffentlicht werden. Ergänzt wird die Scheibe mit Material der Abschlusspräsentation. Auch an einer Filmdokumentation wird gearbeitet.

Ermöglicht haben dieses außergewöhnliche Projekt Spender und Sponsoren. Zur Finanzierung hat neben den anderen Kommunen und Kreisen das Jugendamt der Stadt Offenbach erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt. Diese wurden ergänzt durch Gelder der Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach und der Stiftung Deutsche Jugend. Geholfen haben auch die Evangelische Jugend der Stadt Offenbach und die Firma „Drum-Conversation“ mit einem hohen Preisnachlass.

Vor der nächsten gemeinsamen Veranstaltung wollen Teilnehmer, Teamer und Organisatoren das Projekt intensiv auswerten. Nach ersten einhelligen Einschätzungen zählt „Come together“ zu den gelungensten Projekten der lvergangenen Jahre. Viele Jugendliche wären gerne noch länger geblieben.

2013 könnte ein zweites Jugendmusikforum RheinMain stattfinden, vorausgesetzt es finden sich wieder Sponsoren, die diesen gelungenen Ansatz von Jugendkulturarbeit unterstützen. Für einige Offenbacher Jugendliche geht es gleich weiter. Sie haben die Gelegenheit genutzt, sich während der Woche auf ein weiteres Jugendkulturprojekt des Offenbacher Jugendkulturbüros vorzubereiten: auf die MultiArtPerformance „Future School – Schule des Grauens“, einer Theater-Tanz-Musik-Revue, die im Januar im Capitol in Offenbach aufgeführt werden soll.