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50 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren

Offenbach, den 29.03.2011, letzte Bearbeitung: 04.04.2011

Die Stadt schafft mit dem Arbeiter-Samariter-Bund 50 neue Betreuungsplätze für Krabbelkinder von Eltern von EVO, Siemens und aus dem Nordend. Im September soll die zweigeschossige Kindertagesstätte in der Andréstraße ihren Betrieb aufnehmen. 
 

Michael Homann (EVO), Bürgermeisterin Birgit Simon, Marion Ring (ASB), Holger Weiß (ASB), Rolf Pulst (ASB) und Heinz Mayk (Siemens) bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus.
Michael Homann (EVO), Bürgermeisterin Birgit Simon, Marion Ring (ASB), Holger Weiß (ASB), Rolf Pulst (ASB) und Heinz Mayk (Siemens) bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus.

Die ersten Kontakte zu Eltern sind bereits geknüpft. Eine kleine Gruppe von Kindern hat sich gefunden. Sie werden bis zur Eröffnung am 1. September 2011 in den Räumen der ASB-Kita in der Frankfurter Straße betreut. Bis dahin soll auf dem Gelände der EVO an der Andréstraße alles fertig sein. Schon jetzt können sich der Nachwuchs und die Eltern freuen. Die Kindertagesstätte für Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren ist konzeptionell und innenarchitektonisch nach den neusten pädagogischen und bildungsrelevanten Erkenntnissen gestaltet.

Die fünf Gruppenräume werden mit Podestlandschaften ausgestattet, um Bewegungsanreize zu schaffen. Und damit die Kleinen bei jedem Wetter mit Wasser und Sand spielen können, hat das beauftragte Architekturbüro Braun und Hess in den Sanitärräumen einen Matschbereich eingeplant. Außerdem warten ein großer Mehrzweckraum, eine Farbwerkstatt und Arbeitsräume auf die 50 Jungen und Mädchen.
Auch der etwa 400 qm große Außenbereich ist besonders gestaltet. Die Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder sollen bestmöglich gefördert werden, wünschen sich EVO, Siemens und der ASB als Träger. Für den angrenzenden Spielplatz sind eine Spielinsel und ein Sandturm geplant. Außerdem eine Vogelnestschaukel und ein Bodentrampolin.

Der ASB als Träger übernimmt die Kosten für den Bau in Höhe von 1.925.000 Euro. Die beiden Unternehmen, Siemens und EVO AG, sorgen mit Belegung der Betreuungsplätze für eine gesicherte Finanzierung.
Passend zur Tätigkeit der Eltern setzt der ASB den pädagogischen Hintergrund der Einrichtung „Technik und Natur“. „Es werden Beete angelegt, Blumen gepflanzt oder Lupen-Projekte umgesetzt“, erklärt Marion Ring, Projektleiterin pädagogische Dienste des ASB.

Michael Homann, Vorstandsvorsitzender von der EVO und Heinz Mayk, Leiter der Personalabteilung der Siemens AG Energy Sector, freuen sich auf den Spatenstich, der bereits Mitte April erfolgen soll. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt beiden Unternehmen am Herzen. „Die Stimmung im Betrieb verändert sich, wenn Kinder in der Nähe sind“, sagt Michael Homann.
Siemens beschäftigt am Standort Offenbach rund 1.200 Mitarbeiter. Aktuell betreibt das Unternehmen 25 Standortnahe Kinderbetreuungseinrichtungen in ganz Deutschland.

Auch die Stadt profitiert von der Kooperation. Die Plätze, die die EVO AG und Siemens nicht belegen, stehen Eltern aus dem Nordend zur Verfügung. „Wir sitzen gemeinsam in einem Boot“, sagt Bürgermeisterin Birgit Simon. Auch die kommunale Frauenbeauftragte Karin Dörr freut sich über die gelungene Zusammenarbeit der Stadt, des Trägers und der Betriebe. Sie bezeichnete das Konzept als „besonderen Edelstein“.
Die Stadt Offenbach treibt indessen den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren weiter voran. Sowohl die Tagespflegestellen als auch Plätze in Kinderbetreuungseinrichtungen werden ausgebaut. Eltern sollen sich entscheiden können, wie und wo ihre Kinder betreut werden, so Birgit Simon.

Das Projekt in Zahlen:
- Neubaukosten: 1.800.000 Euro
- Innenausstattung: 125.000 Euro
- Bundeszuschuss: 750.000 Euro
- Gesamtfläche: 900 qm
- Außenfläche: 400 qm
- Plätze: 50