Neues Bild weist den Weg zum KJK Sandgasse
Offenbach, den 25.08.2011, letzte Bearbeitung: 29.08.2011Seit Jahren suchte das Jugendamt nach einer Finanzierungsmöglichkeit, die unansehnliche Brandschutzmauer des KJK Sandgasse optisch gestalten zu können. Der Architektursommer Rhein - Main 2011 machte es jetzt möglich. Im Frühjahr beschloss die kommunale Lenkungsgruppe der Hessischen Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (Hegiss) die Gestaltung der Brandschutzmauer in die Planung des Architektursommers Rhein - Main 2011 mit einzubeziehen. Dies sei ein Baustein den Stadtteil „Mathildenviertel“ nachhaltig auch durch bauliche Maßnahmen aufzuwerten.
Der in Frankfurt lebende Street-Art – Künstler Il – Jin „Atem“ Choi zeigte großes Interesse die Wand farblich zu arrangieren ohne jedoch deren Brandschutzcharakter völlig zu übertünchen. Seit Ende Juli arbeitete der Künstler auf einem Hochgerüst, beobachtet von interessierten Passanten und den Mitarbeitern des KJK. Am 18. August war es dann soweit. Vormittags verschwand das Gerüst, nachmittags übergab der Künstler während einer kleinen Straßenaktion in Anwesenheit zahlreicher Gäste das Gemälde. Und der Eröffnungssong „Mosaik“ der HipHop – Formation „Ohne Fronten Crew“ passte genau zum Anlass. Dr. Michael Koch vom Jugendamt zitierte aus dem Song „Siehst Du, wie die Teile sich zusammenfügen? Ein Werk entsteht und du erkennst es schon in Zügen. Wie ein Mosaik, verschiedene Typen, verschiedene Styles…, das Ergebnis ist eins.“ In seinen Augen verdeutlicht das Bild und dessen Street-Art – Charakter sehr deutlich Zielsetzung und Leitmotiv des Jugendamts für die Einrichtung. Sie versteht sich innerhalb der Kulturmeile und des Mathildenviertels als ein einladender, offener Ort der Begegnung, der Bildung, der soziales sowie kulturelles Angebote sein will; ein Ort, der zu Kreativität und Kultur einlädt und seine unterschiedlichsten Nutzer ermutigt sich kreativ zu betätigen, zu experimentieren, ihre Interessen zu artikulieren und sich an der Gestaltung der Angebote und auch des öffentlichen Raumes zu beteiligen.
So bunt wie das Quartier und das KJK war auch das Straßenfest. Junge und Alte Besucher des KJK, Paten des Patenschaftsmodells Offenbach, zahlreiche Nachbarn, neugierig gewordene Passanten und auch Vertreter der Stadtverwaltung kamen. Der Künstler Il – Jin Choi betonte, dass er in abstrakter Farb- und Formgebung den Charakter des KJK Sandgasse ausdrücken wolle. Ihn habe der von einer KJK – Mitarbeiterin genannten Begriff „Mosaik der Kulturen“ inspiriert. Zu Ehren seiner Mutter nannte er das Bild auch „Mother tought me Empathy“ und diese Empathie hätte er in der Einrichtung schnell gespürt.
Marion Rüber – Steins vom Amt für Stadtplanung und Baumanagement zeigte abschließend nochmals die Verbindung zum Architektursommer Rhein - Main 2011 und dessen Zielsetzung. Anschließend konnten alle das Kunstwerk nochmals näher betrachten. Sein Künstler musste es immer wieder ausführlich erläutern und Fragen beantworten. Um Buntheit und kulturelle Vielfältigkeit des KJK Sandgasse auch akustisch zu demonstrieren, erhielten die HipHop – Musiker der OHNE FRONTEN CREW Unterstützung von den bekannten Offenbacher Blues-, Jazz- und Rockmusiker Udo Kistner und Harald Grünberg, die mit Bass und Gitarre die HipHop-Songs mit funkigen Rhythmen unterlegten, um dann musikalisch in ein kleines Blues- und Bluesrockprogramm zu wechseln.
(alle Fotos by Il- Jin Choi)
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