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Flächenreport 2011: der Standort Offenbach ist stabil

Offenbach, den 03.11.2011, letzte Bearbeitung: 07.11.2011

Offenbach bietet für jeden die richtige Fläche. Ob Gewerbetreibende eine Ladenfläche suchen, Büroräume oder Lageflächen gemietet werden wollen: neben den „Premiumsegmenten“ am Kaiserlei und in der Innenstadt gibt es überall in der Stadt günstige Liegenschaften zu attraktiven Konditionen. „Insgesamt ist das Flächenangebot in Offenbach stabil“, bilanziert Jürgen Amberger, Leiter der Wirtschaftsförderung, bei der Vorstellung des aktuellen Flächenreports.

Ein Objekt mit Impulswirkung: die Mainarbeit mietet das Trio der DCI (Deutsche Immobilien Chance)
Ein Objekt mit Impulswirkung: die Mainarbeit mietet das Trio der DCI (Deutsche Immobilien Chance)

Aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich eine Zunahme der Nachfragen verzeichnen: 129 konkrete Anfragen wurden bis Ende Oktober bearbeitet, das waren etwas mehr als im gesamten Vorjahreszeitraum. „Konkret sind Anfragen dann, wenn Ross und Reiter genannt werden“, erläutert Amberger. „Solange wir den Kunden nicht kennen, geben wir keinen Einblick in unsere Daten“. Schließlich laufen bei der Wirtschaftsförderung alle Fäden zusammen, Jürgen Amberger und sein Mitarbeiter Uwe Wagner besitzen detaillierte Informationen zu über 95 Prozent der verfügbaren Liegenschaften. Um noch individueller am Markt operieren zu können, plant die Wirtschaftsförderungen einen Flächenreport speziell für die Unternehmen der Kreativwirtschaft, denn die Anforderungen der Vertreter dieser Branche machen eine andere Herangehensweise erforderlich, so Amberger. Bis zum „perfect match“ zwischen Unternehmen und Liegenschaft sind oftmals viele Gespräche nötig, aber es brauche eben auch Phantasie, um Interessenten die Möglichkeiten einer Fläche aufzuzeigen.

Das bestätigt auch Oberbürgermeister Horst Schneider: „Nach zehn Jahren Arbeit und vielen Gesprächen ist die Nachfrage nach Flächen im Offenbacher Hafen spürbar.“ Ob auf der Expo Real oder der MIPIM in Cannes „Offenbach ist nicht nur aufgrund seiner guten Infrastruktur ein gefragter Standort“, so Schneider weiter.
Vor allem am Kaiserlei haben sich zahlreiche Finanzdienstleiter angesiedelt, mit rund 2000 Beschäftigten ist beispielsweise auch die Hessische Landesbank (HELABA) dort vertreten. Dies obwohl sie inmitten des Bankenviertels an prominenter Stelle ein eigenes Gebäude besitzt. Für die Bank sei es wesentlich attraktiver, einen Teil der eigenen Flächen zu vermieten und den Backoffice-Bereich in Offenbach anzusiedeln, weiß Amberger.
Denn neben einer guten Anbindung bietet beispielsweise das Omega-Haus ein attraktives Preis- Leistungsangebot. Rund 9,00 EURO sind am Kaiserlei (Zone I) pro Quadratmeter zu zahlen, dies entspricht dem Vorjahresniveau. Eine leichte Steigerung lässt sich in der Zone II, in der Innenstadt verzeichnen: mit dem Einkaufszentrum KOMM haben auch die Büroflächen in den umliegenden Straßen eine leichte Aufwertung erfahren, die Angebotsmieten stiegen hier durchschnittlich um 0,50 EURO auf 8,50 EURO. Rund 38.000 Quadratmeter der insgesamt im Stadtgebiet freien Büroflächen von 139.000 Quadratmeter befinden sich in der Innenstadt. Zu den seit längerem verfügbaren Flächen im Citytower (ca. 13.000 Quadratmeter) und im Haus der Wirtschaft (14.000 Quadratmeter) sind mit dem ehemaligen Goldpfeil-Gebäude K 39, Kaiserstraße 39, unlängst rund 11.000 Quadratmeter Bürofläche hinzugekommen.

Eine positive Auswirkung auf den Leerstand dürfte nach Einschätzung Ambergers die Anmietung der Mainarbeit haben, die rund 5.000 Quadratmeter in der Berliner Straße bezieht: „Die Anmietung sowie der angrenzende Neubau sind ein wichtiger Impuls für die gesamte Entwicklung des Areals. Wir verzeichnen schon jetzt ein verstärktes Interesse an den angrenzenden Grundstücken“.
In der Zone III (Bürgel/Rumpenheim) hat ein frei gewordenes Bestandsobjekt für Bewegung gesorgt, so dass es dort einen Anstieg der Mietpreisspanne von 5.00 auf 7,00 EURO gab. Zwischen 4,00 und 8.00 EURO sind in den Zonen III bis VI zu zahlen, bis zu 8,00 EURO sind vor allem für Flächen entlang der Waldstraße (Zone VI) zu zahlen. Mit Preisen zwischen 3,50 und 6,00 EURO bleiben Liegenschaften rund um die Mühlheimer Straße (Zone IV) relativ günstig.

Im Bereich der Ladenflächen hielten sich frei gewordene Flächen und Neuvermietungen in den vergangenen Monaten die Waage. Rund 12.000 Quadratmeter sind aktuell verfügbar, neu hinzugekommen sind hier 5.000 Quadratmeter im Gebäude K39. Vor allem aber die teilweise leerstehende „City-Passage ist ein Pfahl in unserem Fleisch“, so der Oberbürgermeister. Der Eigentümer möchte das Gebäude veräußern, daher sind nur Zwischennutzungen wie der „Superladen“ des Bund Offenbacher Künstler (BOK) in der Vorweihnachtszeit möglich.
Auch bei den Lager- und Produktionsflächen ist der Bestand sowie die Mietpreisspanne stabil geblieben: zwischen 0,50 EURO (Zone IV / Mühlheimer Straße) und 6,00 EURO (Zone I/ Kaiserlei) kostet der Quadratmeter. Die freien Lagerflächen auf dem Gelände von Honda werden ausschließlich zum Verkauf angeboten, die meisten freien Bestandsobjekte gibt es nach wie vor im Gewerbegebiet Bieber/Waldhof.

Ob Gewerbe oder Büro: Vermieter und Eigentümer seien grundsätzlich immer bereit, durch Vergünstigungen oder kostenfreie Nutzungen zu Beginn einer Mietzeit ihr Objekt attraktiver am Markt zu positionieren. Daher ist Jürgen Amberger zuversichtlich, die Leerstandsquote der Stadt von aktuell 11 Prozent langfristig wieder sinken wird: „Wir führen vielversprechende Verhandlungen mit Mietinteressenten zu diversen Flächen“.