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Die Guten belohnen, die Bösen ermahnen – Gemeinsame Aktion von Stadt, Schulen und Schulelternvertretern für mehr Verkehrssicherheit gut angenommen

Offenbach, den 27.09.2011

Jeder hat die Situation schon einmal beobachtet: Immer wieder bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, nicht angeschnallt und ohne Kindersitz. Sie halten auf Zebrastreifen oder im Haltverbot, lassen ihren Nachwuchs zur Straße hin aussteigen oder blockieren die Fahrbahn. Dieses Fehlverhalten ist kein Offenbacher Phänomen, aber auch hier gefährdet Unachtsamkeit immer wieder die Sicherheit von Schulkindern. Die Geschäftsstelle Kommunale Prävention des Ordnungsamtes hat mir Schulen und Elternbeiräten eine Aktion für mehr Verkehrssicherheit vor Schulen organisiert. Die Aktion stand in enger Beziehung zum Präventionstag von Stadt und Stadtwerken im Ringcenter, der unter dem Motto „Sicherheit in und um Schulen“ stand. Kinder, Erwachsene und Vertreter der Stadt beobachteten morgens den Verkehr vor der Schule. Die „Bösen“ wurden ermahnt und die „Guten“ belohnt.
Eltern und Schüler, die auf dem Weg zu Schule sich oder andere nicht gefährdeten, erhielten beispielsweise vor der Anne-Frank-Schule und der Humboldtschule Äpfel. Die Eltern erhielten in der Anne-Frank-Schule zudem eine schriftliche Anerkennung. Die Lauterbornschule gab vorbildlichen Schülerinnen und Schülern einen Stempel auf die Hand und verteilte Urkunden, die Buchhügelschule verschenkte Sonnenblumen. Die Belohnungen wurden von den jeweiligen Schulen mit den Schulelternbeiräten und gegebenenfalls Fördervereinen organisiert.

An der Friedrich-Ebert-Schule erhielten Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule brachten, von Schülern Infozettel mit Tipps, wie sie sich verkehrssicher verhalten. Uneinsichtige Eltern, die durch ihr Verhalten Kinder gefährdeten, sind von den Stadtpolizisten ermahnt und verwarnt worden.

Den Jungen und Mädchen der Buchhügelschule zeigten Mitarbeiter des Ordnungsamtes wie ein Geschwindigkeitsmessfahrzeug funktioniert. Vor vielen Schulen kontrollierte die Stadt die Geschwindigkeit. Ziel der gemeinsamen Aktion war, Eltern und Schüler für mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu sensibilisieren, vorbildliches Verhalten öffentlich zu würdigen, aber auch unbelehrbare Verkehrsteilnehmer – auch Eltern – durch Knöllchen zukünftig zu rücksichtsvollerem Verhalten zu motivieren.

In den nächsten Tagen sind weitere Kontrollen vor Schulen durch die Stadtpolizei geplant. Schulen wie Elternvertreter freuten sich über die gemeinsame Aktion und zeigten sich für eine Wiederholung im kommenden Jahr sehr aufgeschlossen.

Bild: Humboldtschüler bei der „Arbeit“