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Quartiersmanager Marcus Schenk kümmert sich um Belange der Bewohner

Offenbach, den 25.08.2010, letzte Bearbeitung: 28.12.2011

Ob nächtliche Ruhestörung, wilde Müllablagerungen in der Straße, heruntergekommene Gebäude oder unüberbrückbare Differenzen mit den Nachbarn: Als Quartiersmanager ist Marcus Schenk seit 2005 für das Mathildenviertel und seit Anfang 2010 auch für das Nordend und den Stadtteil Lauterborn verantwortlich. Blumenverkäufer, Rettungswagenfahrer, Gastronom, Erzieher, Gitarrist und Sänger oder Kabarettist - der 44jährige Rheinländer schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz, besitzt Menschenkenntnis und versteht sich als „Kümmerer“. Für die Bewohner hat er stets ein offenes Ohr.

Quartiersmanager Marcus Schenk
Quartiersmanager Marcus Schenk

Über zahlreiche Umwege landete Marcus Schenk in Offenbach und hat die Stadt in der Zwischenzeit mögen gelernt. Dem Fachabitur auf dem 2. Bildungsweg folgte das Sozialpädagogik-Studium und bereits währenddessen betreute Marcus Schenk zahlreiche Projekte für die Jugendhilfe und Qualifizierungsmaßnahmen verschiedener Träger: So war er beispielsweise zehn Jahre als freier Mitarbeiter der pro familia in Nordrhein-Westfalen tätig.

Bevor er im Oktober 2005 im Rahmen der NH-Projektstadt das Quartiersmanagement für das Mathildenviertel in Offenbach übernahm, betreute er die Stadtteilarbeit in Bischofsheim, Dietzenbach und Hofheim am Taunus. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte (NH) war seit 2001 im Auftrag der Stadt Offenbach für die Umsetzung des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ für das Quartiersmanagement in der östlichen Innenstadt zuständig. Der Stadtteil rund um den Mathildenplatz ist Heimat für mehr als 15.000 Menschen aus 50 Nationen – diese Vielfalt bietet Chancen und Potentiale, birgt aber auch Probleme und Konflikte.
Marcus Schenk nahm diese Herausforderung gerne an und baute in der Folge die Aktivitäten des Stadtteilbüros weiter aus: mit zahlreichen Veranstaltungen, der Bereitstellung von Räumlichkeiten für Initiativen und Projekte und der Vernetzung mit Behörden und Institutionen der Stadt. Zu seinen Aufgaben gehört aber auch die Koordination von Rundgängen durch das Quartier. Mit diesen regelmäßigen Rundgängen durch die Straßen soll auch dem geringsten Anzeichen einer Verwahrlosung entgegen getreten werden. „Denn bereits eine kleine Ansammlung von Müll wächst sich schnell zu einer wilden Müllhalde aus“, weiß Schenk aus Erfahrung. Dem wachsamen Auge entgeht nichts und der Quartiersmanager ist manchmal auch nachts unterwegs, um etwaigen Problemen einen Schritt voraus zu sein.

Sei es eine Zwistigkeit auf offener Straße, die durch beherztes Eingreifen schnell geklärt werden kann oder der direkte Draht zu den relevanten Behörden: Marcus Schenk kümmert sich an Ort und Stelle. So lässt er Gesprächspartner auch schon mal kurz warten, um noch schnell einen Hundebesitzer auf die dog-station in unmittelbarer Nähe aufmerksam zu machen. Wenn etwas mehr als gute Worte und diplomatisches Geschick gefragt sind, kennt er die richtigen Ansprechpartner und bringt dann alle Beteiligten an einen Tisch. Klärung und Mediation – interdisziplinär und interkulturell denken und handeln, so beschreibt Marcus Schenk seine Tätigkeit und Herangehensweise.

Trotz aller Probleme ist Offenbach für ihn ein gelungenes Beispiel für Integration. „Die Stadt ist lebendig und die Vielzahl der unterschiedlichen Kulturen macht die Farbigkeit der Stadt am Main erst aus.“ Natürlich birgt das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturkreise Konfliktstoff, grundsätzlich empfindet der Rheinländer die Stimmung in den Straßen jedoch als „angenehm multikulti“.

Gemeinsam mit „seinen drei Engeln“ Annika Fabian (Mathildenplatz), Ayse Türk (Nordend) und Tanja Kakas (Lauterborn), den Mitarbeiterinnen in den Stadtteilbüros, sorgt Marcus Schenk für mehr miteinander in den Quartieren, um diese langfristig wieder zu attraktiven Wohn- und Lebensräumen zu machen.

Marcus Schenk hat 2 Kinder, sein Lebensmittelpunkt ist in Siegburg. Inzwischen verfügt er allerdings über einen Zeitwohnsitz in Offenbach und ist Mitglied im EOSC. Seine Freizeit in Offenbach verbringt der Quartiersmanager dann gerne im 50-Meter-Becken auf der Rosenhöhe oder mit Joggen am Main.

weitere Bilder: Wir kümmern uns: Quartiersmanager Marcus Schenk mit seinen Mitarbeiterinnen Ayse Türk (Nordend), Tanja Kakas (Lauterborn) und Annika Fabian (Mathildenviertel)
Wir kümmern uns: Quartiersmanager Marcus Schenk mit seinen Mitarbeiterinnen Ayse Türk (Nordend), Tanja Kakas (Lauterborn) und Annika Fabian (Mathildenviertel)