Bürgern wurde Weltneuheit präsentiert
Offenbach, den 24.05.2011, letzte Bearbeitung: 11.07.2011Mehr als 50 Interessierte besuchten die Veranstaltung der Stadt zur Woche der Sonne. Birgit Simon eröffnete den Themenabend: „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinspa-rungen, sind die drei wichtigsten Faktoren für eine Energiewende. Für Offenbach gibt es dafür sehr gute Voraussetzungen. Durch das Solarkataster hat jeder Hausbesitzer die Möglichkeit, die Eignung seines Hauses zur Verwendung von Solarenergie zu prüfen und die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage zu berechnen.“
Außerdem präsentierten die Handwerker der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik in einer Ausstellung vor ort eine Weltneuheit: Ein Solarhybridmodul, das eine Photovoltaikanlage und eine thermische Solaranlage in einem Modul zusammenfasst. Dadurch wird auf einer Dachfläche die Sonneneinstrahlung sowohl für die Stromgewinnung als auch für die Wärmegewinnung genutzt.
Moderiert durch Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Mobilität begann Frau Prof. Dr. Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt mit der Präsentation des Offenbacher Solarkatasters: "Das Potenzial von Offenbachs Dächern liegt bei 2,1 Millionen m² die für die Solarstromerzeugung geeignet sind. Damit könnte der Stromverbrauch aller Offenbacher Haushalte gedeckt werden“.
Im 2. Vortrag des Abends stellte Thomas Laur von Sonepar Deutschland Erneuerbare Energien GmbH den Zuhörern vor, worauf es bei der Suche nach dem richtigen Handwerker und dem passenden Konzept für Fotovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach ankommt:
- Bei der Auswahl der Handwerker auf Qualität zu achten,
- sich Referenzen nennen zu lassen und
- mehrere Angebote zum Vergleich einholen.
„Einen guten Handwerker erkennen Sie daran, dass er Ihre Fragen beantwortet und die Technik, die er einbaut, erklären kann. Entscheidend für eine PV-Anlage kann nicht der Preis sein, sondern ist die Qualität und die Haltbarkeit der Anlage“ so der Fachmann Laur. Schließlich soll die Anlage 20 und mehr Jahre Strom liefern.“
Abgerundet wurde die Vortragsreihe durch Christine Schneider, Energieberaterin im Amt für Umwelt, Energie und Mobilität mit dem Thema Einbau und Bauteile von thermischen Solaranlagen: „Eine thermische Solaranlage für 4 Personen braucht zur Warmwasserbereitung nur eine geeignete Dachfläche für 4-6 m² Kollektorfläche, damit kann bis zu 60% der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung gedeckt werden.“ Auch die Eignung für thermische Solaranlagen lässt sich durch das Solarkataster überprüfen.
Heike Hollerbach beantwortete mit den Referenten Fragen und lud zum anschließenden Beratungsgespräch direkt ein: “Das Solarkataster kann direkt ausprobiert werden und zusätzlich gibt es auch noch von der Stadt bei uns ein Angebot zur kostenlosen Energieberatung. Ansprechpartnerin dafür ist Christine Schneider unter 8065 – 4260.“
Im Anschluss an die Vorträge waren alle Besucher zur Besichtigung der Ausstellung im Foyer eingeladen. Die Fachhandwerker der Energiesparinitiative Offenbach beantworteten alle Fragen und hatten interessante Exponate ausgestellt
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