Der Kampf gegen Fluglärm geht weiter. Die Stadt Offenbach sieht sich gut aufgestellt
„Wir werden weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen“: insgesamt vier Klagen sind derzeit anhängig. Neben einer Klage gegen die Festsetzung der Flugrouten und gegen den Klarstellungsbescheid hat die Stadt Offenbach auch Verfassungsklage eingereicht. Am Mittwoch, 10. April hatte Bürgermeister Peter Schneider in den Stadtverordnetensitzungssaal geladen, um gemeinsam mit Anwälten und Beratern über den aktuellen Stand der juristischen Auseinandersetzung zu informieren.
kompletten Beitrag anzeigenRegion Rhein-Main
Der Ballungsraum Rhein-Main ist bezüglich Luftbelastung stark betroffen. Frankfurt und Darmstadt haben deshalb in den letzten Jahren Aktionspläne zur Luftreinhaltung erstellt bzw. sich mit Maßnahmen am Luftreinhalteplan für den Ballungsraum 2005 beteiligt. Frankfurt hat 2008 eine Umweltzone, Darmstadt ein Lkw-Durchfahrtsverbot eingeführt. Wenn in 2011 vom Hessischen Umweltministerium die erste Fortschreibung des Luftreinhalteplans veröffentlicht wird, kommen weitere Städte mit Maßnahmen dazu (u. a. Offenbach und Neu-Isenburg). Im Rahmen dieser Fortschreibung wurden in Wiesbaden die Einführung einer regionalen Umweltzone mit Mainz bzw. in Frankfurt mit Offenbach in Erwägung gezogen. Viele betroffene Städte sprechen sich für die Ausweitung auf den gesamten Ballungsraum aus, weil hiermit lokale und regionale Verursacher gleichmäßig beteiligt würden. Die Einführung einer „großen“ Umweltzone würde das Verwaltungsverfahren außerdem hinsichtlich Ausnahmeregelungen und Beschilderung sehr vereinfachen und deutlich kostengünstiger machen.
Stellungnahme der Stadt Offenbach zum Entwurf des Lärmaktionsplans – Teilplan Flughafen
Der Magistrat hat am 10.10.2012 einstimmig die Stellungnahme der Stadt Offenbach zum Entwurf des Lärmaktionsplans – Teilplan Flughafen beschlossen und die Verwaltung beauftragt diesen beim Regierungspräsidium einzureichen.
kompletten Beitrag anzeigenUmweltzone & LKW-Durchfahrtsverbot
Das Gesamtkonzept zur Luftreinhaltung und Lärmminderung finden Sie unten rechts unter Downloads!
Lärmminderung: Massnahmen
Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan 2010 für den Regierungsbezirk Darmstadt:
Maßnahmen wie z. B. Fahrbahnsanierungen, intelligente Verkehrssteuerung über Verkehrsrechner und Parkleitsystem, Ausbau des ÖPNV, Mobilitätsmanagement in Betrieben, Schulen und Kitas, veränderte Straßenführung, Lkw-Durchfahrtsverbote bzw. Tempo – 30-Streckengebote führen nicht nur zur Senkung der Luftbelastung, sondern reduzieren auch die Lärmpegel. Die Stadt Offenbach hat sich daher mit einem Katalog an ausgewählten Maßnahmen aus dem Luftreinhalte- und Lärmminderungskonzept 2008 an der Erstellung des Lärmaktions-plans 2010 des Regierungspräsidium Darmstadt beteiligt. Die Maßnahmen betreffen vor allem die stark befahrenen Straßen des südlichen Rings (mit der Unteren Grenzstraße), die Mainstraße und die Sprendlinger Landstraße. In Abhängigkeit von Ergebnissen der nächsten Jahre aus Pilotver-fahren in anderen Kommunen zum Tempo-30-Streckengebot auf Hauptstraßen (z. B. in Darmstadt), soll das Streckengebot auch in Offenbach schrittweise eingeführt werden.
Lärmaktionsplan Teil Straßenverkehr für den Regierungsbezirk Darmstadt 2010
Luftschadstoffe
Maßgeblich für die Luftbelastung in den Städten des Ballungsraums sind die Luftschadstoffe Stickstoffdioxid NO2 und Feinstaub PM10 bzw. PM2,5. Stickstoffdioxid entsteht im Wesentlichen durch Verbrennungsprozesse. Dabei wird der in der Luft enthaltene Stickstoff (N2, rund 78 %) oxidiert, der Sauerstoff O2 zu Wasser (H2O) reduziert. Letztendlich kann man die Luftbelastungen nur reduzieren, wenn man die Verbrennungsprozesse reduziert, also auf den Einsatz von benzin- oder dieselbetriebenen Motoren verzichtet bzw. die Fahrten mit solchen Kfz vermindert.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG

