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Umweltzone

Aktuell 2012/2013: 
In Offenbach gibt es bisher noch keine Umweltzone und somit werden auch noch keine Plaketten benötigt.

Die ehemalige Verkehrsdezernentin Birgit Simon hatte schon im Dezember 2010 eine Entscheidung des Hessischen Umweltministeriums eingefordert. Ganz gleich, ob nun endlich eine Umweltzone kommen soll, ein Lkw-Durchfahrtsverbot eingeführt oder andere schadstoffsenkende Maßnahmen vom Hessischen Umweltministerium empfohlen werden, die Verwaltung in Offenbach ist gut vorbereitet. Schon seit 2005 wird die Luftbelastung berechnet und gemessen, die Hot Spots sind ermittelt, die möglichen, wirksamen Maßnahmen im Luftreinhalte-und Lärmminderungskonzept 2008 beschlossen. Im Mai 2010 wurde außerdem dem Umweltministerium ein Bündel von sieben prioritären, verkehrlichen Maßnahmen zur Abstimmung und Aufnahme in den Luftreinhalteplan für den Ballungsraum überreicht.

Bisher gibt es noch keine Entscheidung darüber, ob Offenbach eine Umweltzone bekommen wird oder welche der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden können, da der Entwurf der 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main aus der Feder des Hessischen Umweltminis-teriums noch immer nicht rechtskräftig ist. Zwischen hessischem Umwelt- u. Verkehrsministerium wird weiter verhandelt, insbesondere über eine Umsetzung der Umweltzone bzw. ein Lkw-Durchfahrtsverbot. Bis dahin kann der Entwurf nicht in Kraft treten.

Umweltzone kommt nicht vor 2015 – Landesregierung hält Offenbach hin

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat am Dienstag, 13. August, dem Offenbacher Umweltdezernenten, Bürgermeister Peter Schneider, und Vertretern des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz bei einem Arbeitstreffen in Wiesbaden mitgeteilt, dass der von der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung schon im Jahr 2010 beschlossene Luftreinhalteplan für Offenbach nicht in Kraft gesetzt wird.

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Maßnahmen

Wirkungsweisen von Maßnahmen zur Luftreinhaltung

Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung, -beruhigung und -verlagerung
Umweltzone und Beschränkungen für LKW können die Luftbelastung verringern. Zusätzlich jedoch sind gerade im Stadtverkehr attraktive Alternativen zum Auto unabdingbar. Die Stadt Offenbach hat folgende Maßnahmenvorschläge beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingereicht. Lesen Sie hier weiter...

Maßnahmen zur Luftreinhaltung an den "Hot Spots"
Als Hot Spots werden die besonders belasteten Gebiete bezeichnet, in denen die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten werden. In Offenbach sind dies die Mainstraße, die Untere Grenzstraße und die Bieberer Straße. An ihnen sind besonders kurzfristig wirkende Maßnahmen notwendig. Lesen Sie hier weiter...

LKW-Durchfahrtsverbot und LKW-Routenkonzept

LKW-Durchfahrtsverbot
Bereits 2009 wurde ein Gutachten zu einem möglichen LKW-Durchfahrtsverbot erstellt. Dieses untersuchte ein Durchfahrtverbot für das gesamte Stadtgebiet und für die Mainstraße. Vorteil eines Durchfahrtsverbots wäre die Luftverbesserung in Offenbach – ca. 10% aller LKW in Offenbach fahren derzeit durch Offenbach durch und dürften dies dann nicht mehr. Nachteil wären z.T. lange Umwegfahrten und dadurch eine insgesamt stärkere Luftbelastung. Weitere Informationen finden Sie in diesen Dokumenten:

Umweltadaptive Verkehrssteuerung mit Hilfe des neuen Verkehrsrechners
Mit dem neuen Verkehrsrechner steht ein Instrument zur Verfügung, das vorhandene Potenziale zur Verbesserung des Verkehrsflusses erschließen helfen kann. Zentrale Verbesserungsansätze sind: 

  • Raschere Reaktion auf wechselnde Belastungen im Straßennetz.
  • Ausrichtung der Verkehrssteuerung auf geringere Emissionen (Minimierung der Anzahl der Halte)
  • Verbesserung des Verkehrsflusses durch Dosierung des Zuflusses ins Straßennetz (wo ohne Sicherheitskonflikte machbar).

Installation Parkleitsystem (in Umsetzung)
Mit dem neuen Parkleitsystem ist beabsichtigt, den Parksuchverkehr vor allem in Spitzenzeiten zu verringern und auf diese Weise den Verkehr flüssiger zu halten und Emissionen zu mindern.

LKW-Routenkonzept
Dieses hat zum Ziel, über räumliche und/oder zeitliche Zugangsregelungen für Lkw weitere Straßenabschnitte zu entlasten bzw. den Zugang zu bestimmten Bereichen zu steuern. Diese Maßnahme wird häufig bei Baustellen eingeführt, um die Zufahrt zu Baustellen zu erleichtern und durch unkritische Bereiche zu führen, sie ist aber auch bei der Zuwegung zu großen Verkehrserzeugern denkbar und nützlich.

Chronologie - was bisher geschah

Chronologie der Aktivitäten zur Luftreinhaltung in Offenbach:

Datum

Aktivitäten

2011


            

Die erste Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main soll in diesem Jahr fertiggestellt sein und wird die Maßnahmenvorschläge der Stadt Offenbach enthalten.

16. November       
2010


                          

Das HMUELV bittet die Stadt Offenbach um eine Stellungnahme zur möglichen Einführung einer regionalen Umweltzone im Rhein-Main-Gebiet. In einem Antwortschreiben vom 13. 12. begrüßt Bürgermeisterin Birgit Simon eine Einführung ausdrücklich.

Zwischen August
und Oktober 2010




Ein Ingenieurbüro und das Amt für Umwelt, Energie und Mobilität begutachten und überprüfen die Anregungen des HMUELV. Ein Katalog an Maßnahmenvorschlägen, deren Umsetzung zur Verbesserung der Luftqualität in Offenbach beiträgt, wird erstellt. Die Koalitionsrunde befürwortet eine gesamtstädtische Umweltzone.

Zwischen April und August 2010



Das HMUELV hat nach Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) die fachliche Bewertung vorgenommen und die Stadt Offenbach aufgefordert, zusätzlich zur Umweltzone erneut ein LKW-Durchfahrtsverbot für die Gesamtstadt zu prüfen.

6. Mai 2010













     

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung:
Die Stadt Offenbach legt dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) einen Maßnahmenkatalog mit sieben Maßnahmenpaketen vor, damit dieses die Minderungspotentiale für die Luftbelastung beurteilt. Da die Luftbelastung mit NO2 zu 60-70% durch den Straßenverkehr verursacht wird, zielen die Maßnahmenvorschläge hauptsächlich auf den Straßenverkehr ab. U. a. beinhaltete der Maßnahmenkatalog zwei Varianten einer Umweltzone, die beide die drei Hot Spots beinhalten. Zusätzlich informiert die Stadt Offenbach das HMUELV über bereits laufende Maßnahmen zur Reduzierung der Luftbelastung (bspw. Energiesparen für einkommensschwache Haushalte, städtische Photovoltaikanlagen u.v.m.)

6. November 2009





Die Stadt Offenbach wird wegen der Grenzwertüberschreitungen vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) aufgefordert, für die Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Rhein-Main Maßnahmenvorschläge zur Reduzierung der Luftbelastung einzubringen.

2009







Die Messungen werden im Jahr 2009 vom HLUG fortgesetzt. Der Immissionsgrenzwert für Stickstoffdioxid wird weiterhin an allen drei Hot Spots überschritten. Die bisherigen Modellrechnungen lassen darauf schließen, dass auch die Grenzwerte für Feinstaub (PM10) – sowohl Tagesmittelwert als auch Überschreitungshäufigkeit – überschritten werden. Grenzwerte ab 01.01.2010: Jahresmittel NO2: 40 Mikrogramm/m³; Tagesmittel PM10: 50 Mikrogramm/m³; Überschreitungshäufigkeit PM10: 35 Überschreitungen im Jahr.

2008




Das HLUG misst ein ganzes Jahr die Stickstoffdioxidbelastung. Auch die Messungen bestätigen eine Überschreitung des Jahresmittels für NO2 von 40 µg/m³ an allen drei Straßen. Das integrierte Luftreinhalte-und Lärmminderungskonzept der Stadt Offenbach wird von den Stadtverordneten verabschiedet.

2007


Ende 2007 teilt das HLUG mit, dass es an der Bieberer Straße, der Mainstraße und der Unteren Grenzstraße Messungen mit Passivsammlern für NO2 beauftragt hat.

2006






Für die drei Hot Spots und den Schadstoff Stickstoffdioxid (NO2) wird im Auftrag des HLUG eine detaillierte Modellrechnung mit einem kleinräumigen Ausbreitungsrechnungsmodell (MISCAM) durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen die ersten Abschätzungen, dass an der Bieberer Straße, der Mainstraße und der Unteren Grenzstraße die zulässigen Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) im Jahresmittel überschritten werden. Die Stadt Offenbach drängt jetzt bereits auf zusätzliche Messungen.

2005









Im Rahmen der Diskussion zum ersten Luftreinhalteplan für den Ballungsraum Rhein-Main erteilt das Stadtparlament dem Magistrat den Auftrag, ein Luftreinhaltekonzept zu erstellen.
In einem ersten Schritt wird – initiiert durch das Amt für Umwelt, Energie und Mobilität – vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) mit dem Screening-Programm ImmisLUFT die Luftbelastung an zehn stark befahrenen Straßenabschnitten abgeschätzt. Dabei kristallisieren sich die drei Hot Spots Bieberer Straße, Mainstraße und Untere Grenzstraße heraus. 
 

Stand 01.02.2011

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