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Modernisierte Leitfunkstelle in der Feuerwache: Helfer nun schneller vor Ort

Offenbach, den 15.12.2008, letzte Bearbeitung: 18.12.2008

Die modernisierte Leitfunkstelle in der Offenbacher Feuerwache hat offiziell ihren Betrieb aufgenommen: Für 600.000 Euro wurde die Zentrale an der Rhönstraße mit dem Programm Cobra auf den neuesten Stand der Computertechnik gebracht. Von hier aus steuern die Feuerwehrleute etwa 20.000 Einsätze pro Jahr, sie kordinieren ihre eigenen Fahrzeuge, die Krankenwagen und den Katastrophenschutz in Offenbach. Die neue Technik verkürzt nun die Eintreffzeit der Einsatzkräfte vor Ort um mindestens eine - eventuell entscheidende - Minute.

Zur Inbetriebnahme der neuen Leitfunkstelle kamen Innenminister Volker Bouffier, OB Horst Schneider und der Amtsleiter der Feuerwehr, Uwe Sauer.
Zur Inbetriebnahme der neuen Leitfunkstelle kamen Innenminister Volker Bouffier, OB Horst Schneider und der Amtsleiter der Feuerwehr, Uwe Sauer.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben hat die Stadt Offenbach am Main eine ständig erreichbare und betriebsbereite Leitstelle für den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe, den Katastrophenschutz und den Rettungsdienst zu betreiben und mit den notwendigen Fernmelde-, Notruf-, Alarmierungs- und Dokumentationseinrichtungen auszustatten. Das Land Hessen hat der Leitstelle weitere Aufgaben übertragen, z.B. die Zuweisung von zusätzlichen Funkkanälen im Großschadensfall. Somit wird auch die Funktion einer Leitfunkstelle für die Landkreise Offenbach und Main-Kinzig wahrgenommen.

Die bisherige Leitstellentechnik, seit 1982 im Dienst, entsprach nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Nach umfangreicher Beratung und Planung wurden von Mitte 2007 bis Mitte 2008 die Räumlichkeiten, die Hard- und Software für das Einsatzleitsystem sowie die Funk- und Fernmeldetechnik erneuert - das Ganze natürlich unter ständiger Betriebsbereitschaft der Leitfunkstelle Offenbach. In den Räumlichkeiten der Leitstelle wurde ein Führungsraum eingerichtet. Damit verbesserten sich die Rahmenbedingungen zur Führung und Abwicklung von Unwettereinsätzen z.B. nach einem Orkan oder Starkregen deutlich.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten externen und internen Fachrichtungen und Fachkräften kennzeichnete die Maßnahme. Somit steht jetzt ein modernes und schnelles Notrufannahme- und Alarmierungssystem für Hilfeersuchende zur Verfügung. Von den vier vollwertigen Arbeitsstationen sind mindestens zwei rund um die Uhr besetzt und unter der Rufnummer 112 erreichbar.

Durch die neue Einsatzleitsoftware, Funk- und Fernmeldtechnik ist die direkte Alarmierung durch Tastendruck direkt in der Eingabemaske am Bildschirm möglich. Das reduziert die Eintreffzeit der Einsatzkräfte vor Ort um mindestens eine Minute.

Die Kosten für die gesamte Modernisierung der Leitfunkstelle Offenbach betragen ca. 600.000 €. Das Land beteiligte sich mit ein Drittel der Kosten für die Funk- und Fernmeldetechnik. Durch den Einsatz stadteigener Kompetenzen wie der Fachkräfte der Feuerwehr (EDV, Funk- und Fernmeldetechnik sowie Gebäudeunterhaltung) und der IT-Abteilung der Stadt Offenbachkonnten zusätzliche Kosten vermieden werden.

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