Offenbach.de - Diese Seite ist das Portal der Stadt Offenbach. Hier finden Sie Informationen zu verschiedenen Themen, Veranstaltungen und Neuigkeiten der Stadt.
Stadt Offenbach
Offenbach.de
Das Portal der Stadt Offenbach
 

Sportbüro hat neuen Leiter und mehr Raum für Projekte

Offenbach, den 29.07.2008

Neue Aufgaben, einen neuen Leiter und einen neuen Namen bekommt das Sport- und Badeamt in Offenbach: Als Sportbüro wird es ab 1. August unter der Leitung von Jürgen Weil einen Sportstätten-Entwicklungsplan entwerfen und die Kooperation der 120 Offenbacher Sportvereine untereinander sowie mit den Schulen ausbauen. Außerdem sollen neue sportliche Großveranstaltungen in die Stadt geholt werden.

OB Horst Schneider stellte Jürgen Weil als neuen Leiter des Sportbüros vor.

„Das Sportbüro ist ein weiterer Schritt zur Modernisierung und Optimierung unserer Verwaltung“, sagte Oberbürgermeister Horst Schneider. Die Bezeichnung Sport- und Badeamt sei ein „Fake“, da Offenbach kein öffentliches Bad mehr habe und auch am Schultheisweiher derzeit nur Sonnenbaden möglich sei. Folgerichtig ist künftig das Amt für Umwelt, Energie und Mobilität für den Weiher als Naturschutzgebiet zuständig.

„Die Verantwortungen kommen an die Stellen, wo sie hingehören“, betonte der OB und Sportdezernent. So kümmert sich die stadteigene Gebäudemanagement GmbH (GBM) ab 1. August um die Belegung der Sportplätze und die außerschulische Belegung der Sporthallen sowie um die Abrechnung der Fremdnutzerbelegungen. Für die Vereine ändert sich dadurch nur der Ansprechpartner. Sollte in der kommenden Saison das Schwimmen im Schultheisweiher erlaubt sein, stellt die GBM auch den Bademeister.

Jürgen Weil (49) war stellvertretender Leiter des Umweltamtes, bevor er 2006 dieselbe Position im Sport- und Badeamt übernahm und beispielsweise die Hessischen Beach-Volleyball-Meisterschaften auf dem Wilhelmsplatz organisierte. Im Betriebssport hat der Tennisspieler u.a. eine Drachenboot-Mannschaft und ein teilnehmerstarkes Team für den Challenge-Lauf in Frankfurt aktiviert. Als Leiter des Sportbüros löst Weil nun Reinhard Knecht ab, der die Stabsstelle Ehrenamt übernommen hat.

Mit seinen fünf Mitarbeitern wird Weil nun Leitsätze für die kommunale Sportentwicklung formulieren und Vereinskooperationen oder –zusammenschlüsse anregen. „23 Fußballvereine in einer Stadt sind zu viele, um eine effektive Jugendarbeit zu leisten“, verdeutlichte der OB. Tennisvereine könnten sich Plätze teilen, um Kosten für deren Sanierung zu sparen. Gleichzeitig möchte Weil auch Trendsportarten wie Beach-Volleyball oder Inline-Skaten gerecht werden. OB Schneider hat gar schon eine Route für einen sonntäglichen Inliner-Lauf durch Offenbach im Kopf: „Das könnte die Innenstadt sehr beleben.“

Durch den Ausbau zu Ganztags-Einrichtungen möchten immer mehr Schulen mit den Sportvereinen zusammenarbeiten; solche Kooperationen sollen weiter gefördert werden. Auch die Integration durch den Sport sieht Weil als wichtiges Thema: „Wir wollen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ins Sportboot holen und den Begriff ‚Sportstadt’ mit Leben füllen.“ In Sachen Großveranstaltungen sei man derzeit noch in der Ideenfindung.

Das Sportbüro hat ein jährliches Budget von 2,2 Millionen Euro. Davon fließen 1,3 Mio. in die Instandhaltung der Sportstätten und ca. 800.000 € in die Sportförderung. Der Vorsitzende des Sportkreises Offenbach, Peter Dinkel, appellierte an die Verantwortlichen, diese Mittel auf keinen Fall zu reduzieren. „Sport ist wichtig für die ganze Gesellschaft und kann zum Beispiel ältere Menschen aus der Isolation führen.“