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Stadt Offenbach, 19. September 2007

Keine „genehmigten“ Geisterflüge mehr über Offenbach – Deutsche Flugsicherung sagt Korrektur der erweiterten Abflugroute zu

Offenbach, den 19.09.2007, letzte Bearbeitung: 20.09.2007

Die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) „genehmigte“ erweiterte Abflugroute über Offenbach, die in den vergangenen Monaten weit östlich der „Ideallinie“ am Kaiserlei verlief, wird korrigiert. „Die DFS hat auf meine Intervention zugesagt, zum 25. Oktober 2007 zu den alten Verhältnisse zurückzukehren. Die zahlreichen Beschwerden Offenbacher Bürgerinnen und Bürger, die ausführliche Berichterstattung der Medien und die Arbeit der Stadt in der Fluglärmkommission haben zu diesem Erfolg beigetragen“, so Stadtrat Paul-Gerhard Weiß.


Die meisten Maschinen, die über Offenbach hinweg fliegen, landen. Bei der selteneren „Ostwetterlage“ hingegen wird über Offenbach auch gestartet. Idealerweise sollen die Maschinen, die in Richtung Norden abheben, bereits im Bereich des Kaiserlei über den Main abdrehen. Dennoch: sie dürfen allerdings regulär auch die nord-westlichen Stadtteile überfliegen. Im Herbst 2006 kam es zu Funkstörungen, die laut DFS durch eine Windkraftanlage östlich des Funkfeuers „Metro“ in der Wetterau ausgelöst wurden. In Folge kam es zu erheblichen Überschreitungen des sogenannten „Flugerwartungsgebietes“ bis weit in den Offenbacher Osten. Weil im letzten Frühjahr und Sommer Ostwetterlage vorherrschte, plagten die Anwohner in weiten Teilen der Stadt Fluglärm, verursacht durch den regen Startbetrieb. Die „Geisterflieger“ drehten so spät nach Norden ab, dass sie auch Bürgel, Rumpenheim/Biebersee und Waldheim direkt überflogen. Weiß: „Die Menschen hier haben zurecht protestiert“.

Bereits im März schaltete die Stadt Offenbach den Fluglärmschutzbeauftragten des Landes Hessen ein. Im Juni, nachdem das „Flugerwartungsgebiet“ über Offenbach von der DFS zwischenzeitlich trichterförmig ausgeweitet worden war, forderte die Stadt immer wieder Aufklärung über die Ursache und die Einstellung dieser Praxis. Offenbach wurde vom Fluglärmschutzbeauftragten des Landes Hessen und vom Vorsitzenden der Fluglärmkommission unterstützt. Die DFS sagte eine Untersuchung und eine Vermessung der Ablugroute zu. Der Fluglärmschutzbeauftragte versprach eine zusätzliche Schulung der Piloten.

In der jüngsten Sitzung der Fluglärmkommission teilte die DFS nun mit, dass das erweiterte Flugerwartungsgebiet wieder auf den ursprünglichen Korridor zurückgeführt werden kann. Die früheren Regelungen sollen am 25. Oktober im Luftfahrthandbuch veröffentlicht und in Kraft gesetzt werden. Auch wenn „Geisterflüge“ damit der Vergangenheit angehören sollen, bittet Stadtrat Paul-Gerhard Weiß die Offenbacher, auch nach dem 25. Oktober wachsam zu bleiben und abweichende Flüge zu melden.