Montagsdemonstrationen am Flughafen gehen weiter
Offenbach, den 12.01.2012Die juristische Auseinandersetzung gegen den Flughafenausbau und die anhängigen Klagen der betroffenen Kommunen und Bürger werden im März vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Ebenso wichtig ist der nicht nachlassende Bürgerprotest. Damit wird den Verantwortlichen gezeigt, welche dramatischen Folgen der Ausbau für die Menschen in der Region hat.
Die Beschwerden und Proteste von betroffenen Bewohnern aus der gesamten Rhein-Main-Region zeigen inzwischen erste Wirkungen: Landespolitiker suchen den Dialog mit Bürgerinitiativen und auch die Revisionsklage des Landes erhält in der Politik keine uneingeschränkte Rückendeckung mehr. „Um hier den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, müssen die Proteste weitergehen. Aus diesem Grund bitte ich die Bürgerinnen und Bürger, kommen Sie zu den Montagsdemonstrationen am Frankfurter Flughafen“, sagt der Offenbacher Flughafendezernent Paul-Gerhard Weiß.
Am 16.01.2012 beginnen nach der Weihnachtspause wieder die wöchentlichen Demonstrationen im Terminal 1. Der Protest der Bürgerinnen und Bürger nimmt von Woche zu Woche zu wie die wachsenden Teilnehmerzahlen bei den Montagsdemonstrationen zeigen.
Übrigens wird bei der Revision in Leipzig, anders als in vielen falschen Meldungen behauptet, nicht nur das Nachtflugverbot verhandelt, sondern es wird auch die Rechtmäßigkeit der Planfeststellung für Ausbau und Betrieb des Frankfurter Flughafens grundsätzlich überprüft. Dabei spielt die fehlende Raumverträglichkeit eine entscheidende Rolle. Selbstverständlich geht es auch um die Nachtruhe. Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hatte in der ersten Instanz weitgehende Nachtflugbeschränkungen für die Kernzeit von 23:00-5:00 Uhr verhängt. Flughafendezernent Weiß: „Dieser Teilerfolg der klagenden Kommunen und Bürger soll in Leipzig ausgebaut werden.“
Die neue Landebahn beschert der Region zu viel Fluglärm. Die Stadt Offenbach liegt nun unter einem nahezu flächendeckenden Lärmteppich mit dramatischen Folgen für die Bewohner und die weitere Stadtentwicklung. Und das ist erst der Anfang: bis 2020 will Flughafenbetreiber FRAPORT AG die Kapazität um fast 50 Prozent steigern. „Mittlerweile muss jedem klar geworden sein, dass der Flughafen in dieser Form nicht mehr raumverträglich ist“, so Weiß abschließend.
Ab 16.01.2012, MONTAGSDEMO am Flughafen Frankfurt, TERMINAL 1, Halle B ab 18.00 Uhr
Information für S-Bahn-Nutzer ab Offenbach Marktplatz:
Abfahrt S 9 um 17:16 Richtung Flughafen. Spontan oder geplant kann dort in 5er-Gruppen eine Gruppenkarte gekauft werden. In der Halle ist es laut, daher gehört ein Gehörschutz unbedingt ins Reisegepäck!
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