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Offenbachs Vorschläge für Landeanflug in die Fluglärmkommission eingereicht

Offenbach, den 25.03.2011, letzte Bearbeitung: 26.07.2011

Offenbach muss im Landeanflug nicht immer überflogen werden. Diese von der Stadt seit vielen Jahren vertretene Position wird nicht mehr bestritten. Für den Süden finden derzeit nachts Testflüge statt, die nicht mehr über das Offenbacher Stadtgebiet verlaufen. Doch auch im Norden wäre nach Auffassung der Stadt Offenbach dergleichen möglich. „Damit ließe sich gegenüber den Anflugplanungen zur Nordwestbahn eine deutliche Verringerung der Lärmbetroffenheit erreichen. Dies wurde nie untersucht. Schon deshalb ist die Planfeststellung fehlerhaft“, so Paul-Gerhard Weiß, zuständiger Dezernent für das Thema.

Deshalb hat die Stadt ihre Vorschläge in die Fluglärmkommission eingebracht, die nun an die Deutsche Flugsicherung zur Abwägung weitergeleitet werden . Die Stadt wird diese auch dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung zustellen.

Offenbach lehnt die neue Nordwest-Landebahn ab und brachte dies gemeinsam mit den anderen Kommunen in der Fluglärmkommission zum Ausdruck: Gleichwohl zeigte die Stadt Expertenvorschläge auf, dass die Anflugroute nicht zwingend immer über Hanau, Mühlheim und Offenbach-City verlaufen müsste und dabei die Lärmbetroffenheit erheblich reduziert werden könnte.

„Technisch ist es mit dem segmentierten Anflug zumindest phasenweise möglich, Offenbach nördlich zu umfliegen, vor allem über Frankfurter Gewerbegebiet. In unserer Klageschrift haben wir sogar Verfahren aufgezeigt, die dies ständig ermöglichen würden. Dies alles hätte schon im Planfeststellungsverfahren geprüft werden müssen. Denn wo man entlasten kann, muss man es auch tun“, so Weiß. In der Klageschrift hat Offenbach nachgewiesen, dass auf diese Weise unterm Strich 69 000 Menschen von erheblichem Fluglärm verschont werden könnten.

Der Druck der Stadt hat offenbar an einer Stelle bereits gewirkt: Die Flugsicherung gab zu Protokoll, dass es keinen „Eindrehbereich“ auf den Endanflug zur Nordwestbahn zwischen Rumpenheim und Waldheim geben soll. Dieser hätte auch noch Bürgel belastet. Die Stadt Offenbach hatte entsprechende Absichten heftig kritisiert.