Kämmerer Michael Beseler erläutert und diskutiert den Haushalt 2012
Der kommunale Haushalt ist das zentrale Instrument zur Steuerung der städtischen Entwicklung. Das stellte Kämmerer Michael Beseler zu Beginn des Bürgerforums klar. Bereits zum dritten Mal erläuterte der Kämmerer die Haushaltslage der Stadt im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und diskutierte mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die Hintergründe des Defizits, über Investitionsschwerpunkte, Sparbemühungen und den Erhalt von Lebensqualität. Hier finden Sie die Präsentation im Pdf-Format.
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Stadtkämmerer Michael Beseler hofft auf einen Rettungsschirm des Landes
Immerhin: die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind gestiegen und das erwartete Defizit des Nachtragshaushalts des Jahres 2011 fällt damit geringer aus, als erwartet. Aber unterm Strich sind die zusätzlichen 4 Millionen EURO nicht mehr als der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“ und auch für das kommende Jahr ist die Stadt Offenbach von einem ausgeglichenem Haushalt weit entfernt.
kompletten Beitrag anzeigen- Zur Lösung der kommunalen Finanzmisere fehlt weiterhin der große Wurf
- Jahresabschluss 2010: Weniger Defizit als befürchtet, weniger Geld vom Land als erhofft
- Haushaltsdefizit der Stadt nähert sich 2011 der 100-Millionen-Marke
- Haushalt 2010 genehmigt: Offenbach muss weitere 3,5 Millionen Euro sparen
- Trotz 30-Millionen-Defizit war 2009 eines der besseren Jahre für Offenbach
Offenbach geht sorgsam mit seinen knappen finanziellen Mitteln um. Das muss Stadtkämmerer Michael Beseler jedes Jahr aufs Neue in Form des Haushaltssicherungskonzepts dokumentieren. Denn das Defizit ist hoch. Und da schaut die kommunale Finanzaufsicht, das Regierungspräsidium Darmstadt, qua Gesetz genau hin. Doch das Dilemma von zu hohen Ausgaben und zu geringen Einnahmen lässt sich im Rahmen eines Haushaltssicherungskonzepts nicht lösen.
Die Finanzberichte dienen der unterjährigen Information der Stadtverordneten über den Stand des Haushaltsvollzugs. Der Magistrat berichtet quartalsweise. Schwerpunktmäßig informieren die Finanzberichte über folgende Bereiche:
1. Ergebnisrechnung (Gegenüberstellung der Erträge und Aufwendungen)
2. Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
3. Stand der Investitionen
4. Stand der Darlehen und Kassenkredite
5. Stand der Bürgschaften
Die Stadt Offenbach stellt die Finanzberichte zukünftig auch den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Damit wird im Rahmen größtmöglicher Transparenz den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, die Abwicklung des Haushaltsplanes zeitnah und detailliert zu verfolgen.
Mit dem Haushaltsplan legen die Stadtverordneten der Stadt den finanziellen Verfügungsrahmen der Verwaltung für das kommende Jahr fest.
Seit 2008 wird der Haushalt nach den Grundsätzen der sogenannten Doppik aufgestellt. Dabei werden auch Vorgänge aufgenommen, die nicht zahlungswirksam sind, bei denen also kein Geld fließt. Dies ist z.B. bei Abschreibungen und Rückstellungen der Fall. Dadurch soll zum Einen der Wertverlust während der Inanspruchnahme erfasst werden, zum Anderen Vorsorge für zukünftige Ausgaben getroffen werden. Deshalb spricht man davon, dass die neue Buchführung transparenter ist und zu mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen führt.
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