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Bürgermeisterin Birgit Simon präsentiert Ergebnisse zum lebenslangen Lernen auf der Transferkonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin

Offenbach, den 16.09.2008, letzte Bearbeitung: 17.09.2008

Offenbach bekennt sich zum lebenslangen Lernen: Ergebnisse aus sieben Jahren „Lernende Region Offenbach“ haben überregionale Bedeutung erlangt

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Lebenslanges Lernen – dieses Thema betrifft alle Altersgruppen von Kindheit bis ins hohe Alter und ist für viele mittlerweile eine selbstverständliche Anforderung – nicht nur im im Beruf. Mit der Frage, wie das Lebenslange Lernen den Einzelnen am besten unterstützen kann, beschäftigen sich Fachleute und Experten – auch in den Kommunen - schon seit langem. Die Stadt Offenbach etwa gehört der Bundesinitiative „Lernende Regionen“ bereits seit deren Gründung im Jahre 2001 an - mit ihr sind insgesamt 76 ausgewählte Regionen aktiv, bauen regionale Netzwerke auf und setzen Leitprojekte für die Verbesserung der Bildung und Weiterbildung in Stadt und Region um.

Auf einer Fachkonferenz zum Abschluss eines siebenjährigen Förderprogrammes des Bundes zum Lebenslangen Lernen in Berlin konnte Offenbachs Bürgermeisterin Birgit Simon nun eine Bilanz ziehen. Simon stellte die „Lernende Region Offenbach“ als beispielhafte Initiative für eine kommunale Weiterbildungsstrategie vor und zeigte Perspektiven für die weitere Förderung des lebensbegleitenden Lernens in Deutschland auf.

Denn Offenbach verfügt mit dem Selbstlernzentrum und der regionale Weiterbildungsdatenbank „Bildungsnetz Rhein-Main“ über zwei Angebote, die im Zusammenhang mit dem „Netzwerk Lebenslanges Lernen“ ins Leben gerufen wurden.
Beide Angebote haben sich als innovative und erfolgreiche Einrichtungen etabliert, denen man in der Fachwelt von vielen Seiten die Qualität von „Leuchttürmen“ zuerkennt. So wurde das Bildungsnetz etwa von der Stiftung Warentest als beste regionale Weiterbildungsdatenbank in Deutschland bewertet. Das Land Luxemburg fand ebenfalls Gefallen an der Datenbank und hat sie erworben, um die Weitebildungslandschaft im Nachbarland transparenter zu machen.

Simon machte vor den mehreren hunderten in Berlin versammelten Politikern und Bil-dungsexperten den hohen Stellenwert deutlich, den Bildung für eine Kommune auf dem Weg ins 21. Jahrhundert haben muss. „Es geht dabei nicht nur um die Entwicklung einzelner Angebote und eine schnelle Reaktion auf den sich immer wieder verändernden Bedarf an Weiterbildung, sondern es geht darum, dass sich Kommunen als Bildungsregionen aufstellen und Bildung als zentralen Bestandteil einer integrierten und in sich stimmigen Stadtentwicklungsstrategie begreifen“, erläuterte Simon. Dies habe man in Offenbach früh erkannt und Bildung als zentrales Handlungsfeld bestimmt, an dem in der Stadt ressortübergreifend und interdisziplinär gearbeitet wird. Ein besonderer Vorteil der Stadt sei auch die gut Kooperationskultur zwischen Kommune, staatlichen Einrichtungen, der Wirtschaft und nicht zuletzt auch Organisationen der Zivilgesellschaft, freien Initiativen, Vereinen und Gemeinden. „Die Förderung von Bildung und Weiterbildung sind entscheidende Hebel, mit denen die heutigen Herausforderungen für unsere Städte bewältigt werden können“, so die Bürgermeisterin. Das gelte in ganz Europa, aber gerade auch in einer Stadt wie Offenbach, in der für die Folgen des wirtschaftlichen Strukturwandels, aber auch für die Folgen der Globalisierung mit Immigration und einer immer schnelleren Änderungen der Lebensbedingungen, produktive Antworten gefunden werden müssen. Simon: „Offenbach ist Teil des europäischen Projekts, durch Qualifikation und Bildung die Chancen der Menschen auf Beschäftigung, Wohlstand und Teilhabe nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Durch starke lokale und regionale Netzwerke können wir dazu beitragen, dass die knappen Ressourcen optimal genutzt werden und alle an dieser wichtigen Aufgabe beteiligt werden.“

In der letzten Phase der Programmförderung der Lernenden Region Offenbach wird zurzeit eine übergreifende Weiterbildungsstrategie erarbeitet, mit Instrumenten zur Angebotsbewertung und Angebotsplanung und der Verknüpfung mit weiter reichenden Ansät-zen der lokalen Bildungspolitik. Dazu gehören die Offenbacher Aktivitäten im Rahmen des Programms „Hessencampus“. Dort wird noch in diesem Jahr eine Servicestelle Weiterbildung eingerichtet, die gemeinsam von den Offenbacher Berufsschulen, der Volkshochschule, den staatlichen und kommunalen Schulämtern getragen wird. Auch der Offenbacher Erziehungs- und Bildungsbericht (EBO) gilt als beispielhaft und wird Teil des strate-gischen Maßnahmepakets der Stadt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Lernenden Region Offenbach, Nadine Balzter, stellte den EBO auf der Tagung des Bildungsministeriums als Grundlage eines lokalen Berichts- und Planungssystems vor.