Kindergeburtstage im Haus der Stadtgeschichte, Museum
Offenbach, den 28.02.2008, letzte Bearbeitung: 18.05.2010Thema 7: Matto, der keltische „Fürst“ aus Rumpenheim Leiterin: Simone Ganss, Monika Krämer Dauer: 1 Stunde Auch schon lange vor Asterix und Obelix hatten unsere keltischen Vorfahren Abenteuer zu bestehen, Freund und Leid erfahren… Matto, der spätere „Keltenfürst“, wurde im Frühling 578 v. Chr. Als zweites Kind seiner Eltern geboren. Sein Vater Matulus war Häuptling des Dorfes, das in der Gegend von Rumpenheim lag. Als kleines Kind hing er ständig am Rockzipfel seiner älteren Schwester DAgda. Sie erzählte ihm viele Geschichten. Einen Kindergarten gab es damals noch nicht. Die Kinder des Dorfes spielten zusammen auf der Dorfstraße und im angrenzenden Wald. Auch eine Schule kannte man noch nicht. Waren die Kinder etwa sechs Jahre alt, wurden sie vom Dorfpriester unterrichtet. Allerdings mussten die Kinder auch bei der Arbeit in Haus, Hof und auf dem Feld helfen. Mattos Aufgabe war es, regelmäßig morgens zuerst auf die Suche nach frisch gelegten Hühnereiern zu gehen. Seine Großmutter erzählte ihm, dass es Hühner noch gar nicht so lange im Dorf gab. Sie konnte sich noch gut an den Tag erinnern, als Händler mit den bisher unbekannten Vögeln ankam und ihr Vater die Tiere gegen Werkzeuge eintauschte. Wie es mit Matto und seinen Freunden weiterging und wie der sensationelle Fund des keltischen Wagengrabes anschaulich und originalgetreu rekonstruiert im Museum präsentiert wird, schildert die Museumsführerin ausführlich und sehr bildhaft.
Thema 9: Bieberer „Schneewittchen“ im Glassarg Leiterin: Simone Ganss Dauer: 1 Stunde Im Märchen sucht die böse Stiefmutter und Königin … Schneewittchen und die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen. In der Realität ist die Suche sehr viel einfacher. „Schneewittchen“, so haben es die jüngsten Museumsbesucher genannt, befindet sich im Haus der Stadtgeschichte (allerdings ohne die Zwerge). In früherer Zeit lebten in unserer Gegend die Franken, ein germanischer Volksstamm. Bei Bauarbeiten wurde in Bieber ein Gräberfeld gefunden. Eines dieser Gräber, das Grab eines 11jährigen Mädchens ist seitdem im Haus der Stadtgeschichte in einem gläsernen Sarg zu sehen. - Welches Geheimnis, welche Geschichte umgibt dieses Mädchen? - Wie lebte sie und die anderen Kinder des Dorfes? - Wie kleideten sie sich, wie ernährten sie sich? - Woran starb sie und warum? - Wieso weiß man das heute alles? Viele spannende Fragen und Geschichten rund um das Bieberer „Schneewittchen“ führen in eine unbekannte Zeit zwischen der Antike (Römer) und Mittelalter (Ritter). Die Kinder können mit Hilfe eines Malblattes die Tracht und die gefundenen Grabbeigaben einzeichnen.
Thema 11: Was ist wahr an den Asterix-Geschichten? Leiterin: Simone Ganss Dauer: 1 Stunde Alle reden von Asterix und Obelix und dem Dorf Kleinbrimborium, … wirklich alle? … Oder nur in Brimborium? Kelten gab es auch hier bei uns, Römer waren auch in unserer Gegend. Da Offenbacher schon immer sehr sangesfreudig sind, wird sicherlich auch ein Troubadix in der Ahnenreihe zu finden sein. Die Führung wendet sich an alle alten und jungen Asterix-Fans, die schon immer wissen wollten, was ist wahr an den Asterix- und Obelix Geschichten? Endlich werden die brennenden Fragen geklärt: - Haben unsere keltischen Vorfahren auch schon gegen die Römer gekämpft? - Haben die Druiden tatsächlich Misteln mit goldenen Sicheln geschnitten? - Aßen die Kelten wirklich am liebsten Wildschwein? - Wozu dienten eigentlich die Hinkelsteine? Mit Hilfe der Funde aus unserer Gegend, die im Haus der Stadtgeschichte präsentiert werden und insbesondere am original- und detailgetreuen Nachbau des 2.500 Jahre alten Wagengrabes wird die keltische Vergangenheit wieder lebendig.
Thema 12: Museumsrallye für kleine Detektive Leiterin: Simone Ganss Dauer: 1,5 Stunden Aufregend und spannend ist die Museumsrallye für Kinder mit Köpfchen und Spürsinn. Der kurze Orientierungsrundgang durch das Haus der Stadtgeschichte führt von dem 2.500 Jahre alten Wagengrab des „Keltenfürsten“ aus Rumpenheim über die römischen Ausgrabungen zu dem sogenannten Bieberer „Schneewittchen“. Weitere Besonderheiten, die es zu erkunden gilt, sind die Fayencen und das über zwei Meter hohe großbürgerliche Puppenhaus aus dem Jahre 1757. Den Abschluss bildet das Offenbach der Jahrhundertwende, mit geschärften Argus-Augen können auch heute noch Anklänge und Reste entdeckt werden. Aufgeteilt in kleinere Gruppen und ausgestattet mit einem Fragebogen gilt es nun für die pfiffigen Schatzsucher und kombinationssicheren Detektive, die Aufgaben zur Offenbacher Stadtgeschichte zu lösen. Dabei können alle Sachgebiete des Museums einbezogen werden. Die Rallye wird der jeweiligen Altersstufe der Gruppe angepasst.
Thema 13: Basteln im Haus der Stadtgeschichte Leiterin: Monika Krämer Dauer: 1,5 Stunden zusätzliche Materialkosten pro Kind = 1,50 € In jedem Kind steckt eine Künstlerin, ein Künstler! Bei einem Rundgang durch das Haus der Stadtgeschichte können sich die Kinder Ideen und Anregungen für die Gestaltung der eigenen Werke holen: - von Künstlern und Handwerkern der Bronze- und Eisenzeit - von römischen Vorbildern - von fränkischen Kunst- und Gebrauchsgegenständen - von Gemälden, Portraits und Landschaftsbildern der Biedermeierzeit. Nach einer kreativen Pause legen die jungen Künstlerinnen und Künstler anschließend unter Anleitung oder frei nach eigenen Vorstellungen in unserer historischen Industriehalle los. Als Bastelmaterial steht das Naturprodukt „Fisher-TIP“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um mit Lebensmittelfarben bunt gefärbten, geschäumten Mais, der nur durch einen leichten „Tip“ mit Wasser klebt. Diese Technik wird von den Kindern sehr schnell be“griffen“ und in phantasievolle Bastelprodukte umgesetzt.
Thema 14: Mit Kasperle Geschichte(n) entdecken Leiterin: Monika Krämer Dauer: 1 Stunde … „tri tra trullala, tri tra trullala“ … so schallt es durch das Haus der Stadtgeschichte. Obwohl es bei dem Rundgang auch an den römischen Ausstellungsgegenständen vorbeigeht, handelt es sich bei dieser Sprache nicht um eine Verballhornung des altehrwürdigen Latein, sondern Kasperle zeigt gerade den Kindern auf sehr spielerische Weise die Schätze des Hauses der Stadtgeschichte. Gemeinsam mit der Museumsführerin und Puppenspielerin erzählt Kasperle wahre Begebenheiten und Geschichtchen aus lang zurückliegenden Zeiten und aus Offenbachs Vergangenheit. Mit großen Augen und offenen Mündern werden die Kinder vor den wunderschönen Puppenhäusern des Museums stehen und atemlos den spannenden Geschichten und Abenteuern des Kasperles lauschen. Eigene Aktivitäten entfalten dann die Kinder, indem sie mit Handpuppen selbst in das Geschehen und die Erzählungen einbezogen werden.
Thema 15: Märchenstunde „König Drosselbart“ Leiterin: Monika Krämer Dauer: 1 Stunde Eine ehrwürdige verkleidete Märchenfee empfängt die Kinder schon am Eingang des Museums und beginnt, sie in das Märchengeschehen einzubeziehen. Inmitten der Exponate entfaltet sich das Märchen „König Drosselbart“ mit Erzählung und improvisiertem Rollenspiel und den klassischen Worten: … es war einmal eine Prinzessin… … der war nichts und keiner gut genug… … und einen nannte sie wegen seines Aussehens Drosselbart… … und weil ihr eine Lektion erteilt werden sollte… … musste sie für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen… … und auf einem Markt Töpferwaren und Steingut verkaufen… Alles wird noch nicht verraten – aber – da es ein Märchen ist, geht es am Ende sicher gut aus, alle sind zufrieden … und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute… Die Kinder werden noch lange von der besinnlichen Märchenstunde im Museum schwärmen.
Thema 17: Mit dem Römerkoffer durch die Römerzeit in Offenbach, Bieber und Bürgel. Leiterin: Monika Krämer Dauer: 1 Stunde Zu dieser Führung wurde ein "Museumskoffer" mit vielerlei Repliken aus der Römerzeit erstellt: ein römisches Wachstäfelchen zum Schreiben, dazu ein Griffel aus Eisen, ein Papyrus, und vieles mehr… Der Rhein bildete seit der Eroberung Galliens durch Julius Caesar die Grenze zum freien Germanien. Nach dem Krieg Kaiser Domitians gegen den germanischen Stamm der Chatten (83/84 n. Chr.) konnte der Limes in Regionen nördlich des Mains als befestigte Grenze angelegt werden, wobei im Jahr 85 n. Chr. die Gründung der Provinz Germania Superior mit der Hauptstadt Mogontiacum (Mainz) erfolgte. Planmäßig wurde das Land besiedelt. Ein römischer Gutshof lag vermutlich auf der Höhe des Buchhügels. Auf den "Steinäckern" in der Bieberer Gemarkung wurde neben einer römischen Villa ein kleines Brandgräberfeld entdeckt, doch die bedeutendste römische Siedlung auf Offenbacher Gebiet wurde in Bürgel nachgewiesen. Eine Römerbrücke befand sich auf dem heutigen Gelände des Wassersportvereins Bürgel in Höhe des Bootshauses. Nördlich der Bildstockstraße wurde eine Pfostenreihe, vermutlich Reste einer Schiffsanlegestelle für den Abtransport von Kalk, gefunden. Gräber eines ausgedehnten römischen Bestattungsplatzes wurden am Mittelweg (Sandgruben Ohlig und Nagel) aufgedeckt. Auch am ehemaligen jüdische Friedhof wurden Brandgräber nachgewiesen. Mit dem Alemannsturm 260 n. Chr. und dem Fall des Limes wurden die Römer vertrieben.
| Kosten: | Führung, inkl. Eintritt Dauer: 1 Stunde = 41,00 EUR Dauer: 1,5 Stunden = 55,00 EUR |
| Zahlungsweise: | bar |
| Weitere Auskünfte unter: | Margot Baum, Tel. 069/8065 - 2446 |
| Sonstige Hinweise: | Bitte nennen Sie Frau Baum das Thema und die möglichen Wunschtermine. Sie wird sich mit dem Leiter/der Leiterin der Führung in Verbindung setzen und Ihnen im Anschluss den genauen Termin schriftlich bestätigen. |
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