Finanzierungsplan für Aufstockung des Klingspor-Museums beschlossen
Offenbach, den 05.05.2009, letzte Bearbeitung: 19.08.2009Der Magistrat der Stadt Offenbach hat dem Finanzierungsplan für die Aufstockung des Klingspor-Museums zugestimmt. Der ermöglicht, das gesamte Bauvorhaben in einem Zuge zu realisieren und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, in zwei Bauabschnitten. Kern des Projekts ist ein neues Dachgeschoss, das die akuten Platznöte entschärfen und die historische Gebäudesymmetrie des Büsing-Palais wieder herstellen soll, in dessen Seitenflügel das Museum für moderne Buch- und Schriftkunst untergebracht ist. Rund 1,4 Millionen Euro soll das gesamte Vorhaben kosten, rund 471.000 Euro trägt die 2004 gegründete Förderinitiative aus Spendengeldern zur Finanzierung bei.

Knapp 940.000 Euro wendet die Stadt auf, um unter dem neuen Mansarddach einen zusätzlichen Raum von rund 90 Quadratmetern zu schaffen, der künftig für Ausstellungen, für pädagogische Arbeit mit Schulklassen und für Veranstaltungen genutzt werden soll. 50.000 Euro überträgt die Stadt aus dem Haushalt des vergangenen Jahres, 350.000 Euro sind in diesem Jahr an Haushaltsmitteln eingestellt. Mit dem aktuellen Magistratsbeschluss verbunden ist eine Verpflichtungsermächtigung. Sofern die Stadtverordnetenversammlung zustimmt, wären damit schon in diesem Jahr knapp 540.000 Euro aus dem Haushalt für 2010 für das Klingspor-Museum verplant. Zur Deckung schlägt der Magistrat vor, Mittel aus jenem Topf zu nehmen, die laut Investitionsplan eigentlich für die Straßen östlich und westlich des Wilhelmsplatzes vorgesehen waren. Dieser zweite Bauabschnitt der Wilhelmsplatz-Umgestaltung kann nun nämlich mit Konjunkturfördermitteln bezahlt werden.
Im Zuge der Aufstockung wird der Eingangsbereich des Museums neu gestaltet. Sanitäranlagen sollen künftig im Keller untergebracht sein. Vom Keller bis zum Dach wird das Gebäude behindertengerecht mit einem Aufzug erschlossen. Der Umbau soll im Herbst beginnen und etwa zwölf bis 14 Monate dauern. Der Museumsbetrieb wird während des Umbaus weitergehen, denn der hauptsächliche Ausstellungsraum ist nicht betroffen.
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