Neues Lesebuch ruft Offenbacher Originalitäten ins Bewusstsein
Offenbach, den 30.08.2004, letzte Bearbeitung: 17.04.2008Offenbachs Ausstrahlungskraft reicht weiter als selbst die meisten Offenbacher wissen. Dies belegt das Buch „Es begann in Offenbach…“. Die Verfasser, der Offenbacher Journalist Lothar R. Braun und Stadtarchivar Hans-Georg Ruppel, haben 2004 zum 50-jährigen Großstadt-Jubiläum eine Reihe von 28 Episoden zusammengetragen, die davon künden, dass Offenbacher im Laufe der Zeit manch Bemerkenswertes hervorgebracht haben.

Entstanden ist ein unterhaltsames Lesebuch, das auf rund 90 Seiten Offenbacher Originale und Originalitäten ins Bewusstsein ruft.
In ihrem Vorwort charakterisieren die Verfasser Offenbach als eine Stadt, die ihr Licht unter den Scheffel zu stellen pflegt. Und diese Beobachtung war es auch, die Presseamtsleiter Matthias Müller dazu bewog, das Buchprojekt anzuregen. Gerade das Jubiläumsjahr biete schließlich einen guten Anlass, um Rückschau zu halten und dabei Anknüpfungspunkte für die künftige Entwicklung Offenbachs zu finden, bestätigt Oberbürgermeister Gerhard Grandke, dem es ein Anliegen ist, „am Selbstbewusstsein der Stadt zu arbeiten“.
Das Buch „Es begann in Offenbach…“ bietet Stoff für eine positive Identifikation der Offenbacher mit ihrer Stadt. „Immer wieder“, so resümieren die Autoren, habe sich Offenbach gezeigt, wie ein Laboratorium, „in dem erprobt wird, was in der Luft zu liegen scheint. Wo Ideen flugs Gestalt gewinnen als Produkt oder eine Beschleunigung erhalten für den Weg in andere Köpfe. Ein Labor, das in schnellem Zugriff testet, verwirft, verbessert, vorantreibt und anderen Händen neidlos zuspielt.“
So waren die Offenbacher zwar nicht die Ersten, als sie 1888 ein Hallen-Schwimmbad eröffneten. Doch waren sie dabei sowohl der damaligen Landeshauptstadt Darmstadt als auch der Nachbarstadt Frankfurt voraus. Und das fertige Hallenbad galt Zeitungsberichten zufolge als „die modernste Badeanlage, die sich denken lässt“. Und noch ein Beispiel: Alois Senefelder, der als der Erfinder der Lithografie und damit als Wegbereiter des modernen Offset-Druckverfahrens gilt, war zwar kein Offenbacher. Doch es war ein Offenbacher, nämlich der Musikverleger Anton André, der dem Erfinder und seiner Erfindung ab 1799 zum Durchbruch verhalf.
Zu Beginn des Jubiläumsjahres setzten sich Braun und Ruppel zusammen, besprachen die Themenauswahl für das Buch, recherchierten und sammelten Bildmaterial zur Illustration. Ende Mai stieß ein weiterer Offenbacher hinzu: Tilman Gasch, Leiter der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design übernahm zusammen mit zwei seiner Studentinnen, Seyyal Avci und Nazire Kücüktepe, die grafische Gestaltung des Buches. Für Gasch erwies sich das Projekt als sehr informativ: „Drei Viertel der Geschichten habe ich vorher nicht gekannt“, erzählt er. Und das freut die Autoren: „Wenn man selbst einem eingeborenen Offenbacher etwas über seine Stadt erzählen kann, dann ist das ein schönes Erfolgserlebnis“, sagt Lothar R. Braun.
Finanziert wurde das Buchprojekt durch eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH). Der Konzern habe diese Unterstützung gerne geleistet, zeige das Buch doch, wie vielfältig die Stadt Offenbach als Impulsgeber gewirkt habe, so Konzernsprecherin Regina Preis.
Das Buch ist in einer Auflage von 2500 Exemplaren zum Preis von 11,95 Euro im Buchhandel erhältlich. ISBN: 3-9801846-3-3.
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
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