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Stolperstein für Friederike und Robert Boley

Bahnhofstraße 20
63067 Offenbach

Das jüdische Ehepaar Friederike Boley, geborene Neuhaus und ihre Ehemann Robert Boley wohnte in der Bahnhofstraße 20. Die Pogrome gegen die Juden im ganzen Land am 9. und 10. November 1938 versetzten die jüdische Bevölkerung in große Angst. Auch in Offenbach wurde in der Synagoge in der Goethestraße Brand gelegt, viele jüdische Geschäfte beschädigt und geplündert, Wohnungen durchsucht und zahlreiche Menschen verprügelt und verhaftet.

Nicht wenige jüdische Menschen versuchten, sich in der folgenden Zeit das Leben zu nehmen, so auch Friederike und Robert Boley.

Am Sonntag, den 13. November 1938 vergiftete sich das Ehepaar zusammen mit Antonia Grosch, geb. Fernkorn und ihre Schwiegertochter Elisabeth in der Parterrewohnung in der Bahnhofstr. 20 mit Gas.

Am nächsten Morgen löste der Milchmann Adam Theobald Jakoby mit der Türklingel eine Explosion aus. Herabstürzende Mauerteile töteten ihn in der Toreinfahrt. Die anderen Bewohner des Hauses wurden von der Feuerwehr gerettet. Auch in den Nachbarhäusern gab es Beschädigungen und Verletzte.
Nur zwei Tage später sprengte die Feuerwehr das unbewohnbare Haus. Zu den Aufräumarbeiten wurden Offenbacher Juden herangezogen.

Patinnen für die Stolpersteine für Friederike und Robert Boley sind die Gemeinde St. Paul und die Fraktion der Grünen in Offenbach
Verlegt am 21. Oktober 2006

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