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Stolperstein für Ferdinand-Karl Löb, Ernestine Löb, geb. Goldschmidt, und Hermann-Karl Löb

Luisenstraße 86
63067 Offenbach

Ferdinand Karl Löb war 18 Jahre alt, als er zusammen mit seinen Eltern deportiert wurde. Genau wie viele andere jüdische Familien aus Offenbach mussten sie sich an einem Tag Mitte September 1942 am Hintereingang der damaligen Synagoge an der Kaiserstraße einfinden und wurden dann in das Sammellager in der Darmstädter Liebigschule gebracht.

Von Darmstadt aus fuhr der Deportationszug am 30. September 1942 nach Treblinka.

Ferdinand hatte einen Bruder, der vier Jahre älter war. Rudolf, geboren am 31. Oktober 1920, war kaufmännischer Lehrling. Er konnte Deportation und Tod entgehen, denn er emigrierte im Juni 1939 nach Großbritannien.

Der Vater Hermann Karl Löb wurde am 21. August 1883 in Frankenthal in der Pfalz geboren. Sein Beruf war Vertreter. Im November 1919 ist er nach Offenbach gezogen und am 2. Januar 1920 hat er Ernestine Goldschmidt geheiratet. Sie wurde am 12. Oktober 1895 in Offenbach geboren.

Bei Ferdinand Karl Löb und seinen Eltern kann davon ausgegangen werden, dass sie im KZ Treblinka ermordet wurden. Am 22. September 1950 wurde sie rechtlich für tot erklärt und das Todesdatum mit dem 8. Mai 1945 angegeben.