Stolperstein für Klara und Albert Boley
Domstraße 79
63067 Offenbach
Albert Boley war einer der beiden älteren Brüder von Robert Boley. Er heiratete Klara Reichold im August 1908. Das Ehepaar hatte drei Kinder. In den Jahren 1942 und 1943 gab es vom Darmstädter Güterbahnhof drei Massentransporte nach Theresienstadt und Auschwitz. Die Nazis haben hier insgesamt 2224 Menschen, die im ehemaligen Volksstaat Hessen lebten, in den Tod geschickt. Unter ihnen waren 281 Offenbacher Juden.
In der Deportationsliste vom 30. September 1942 mit der zynischen Überschrift „Wohnsitzverlegung nach dem Generalgouvernement, namentliches Verzeichnis“ finden sich die Namen von Klara und Albert Boley unter den Nummern 376 und 377.
Wann und wo sie starben, bleibt unbekannt. In ihrer Karteikarte im Offenbacher Stadtarchiv ist vermerkt:
"Todeserklärung
Beschluß
I. Es wird festgestellt, daß der Fabrikant Albert Boley und Ehefrau Clara, geb. Reichold verstorben sind.
II. Als Zeitpunkt ihres Todes wurde der 8. Mai 1945 festgestellt.
Amtsgericht Offenbach/M, den 21.11.49"
Patinnen für die Stolpersteine für Klara und Albert Boley sind Pia Glück und Brigitte Koenen, Offenbach
Verlegt am 21. Oktober 2006
Offenbach.de
Stadtwerke Offenbach Holding
Energieversorgung Offenbach AG
Artikel drucken
Als PDF anzeigen