Ein rustikaler Streichelzoo - ideal für kleinere Kinder. Durchdringend und ein wenig heiser klingt das Schreien, das Besucher des Offenbacher Waldzoos schon auf dem Waldweg zwischen Parkplatz und Eingang vernehmen. Der sich da so herzerweichend bemerkbar macht, ist Gonzo der Esel. Er ist fast so etwas wie ein Maskottchen des privaten Tierparks.
Nicht zuletzt wegen seiner treuen Augen ist Gonzo der Liebling vieler Kinder. Wer sich ihm behutsam nähert, der darf ihn auch streicheln. Der Waldzoo beherbergt zwar keine Elefanten und Giraffen. Dafür bietet er direkten Kontakt zu den Tieren.
Geschäftsführerin Susanne Wollensack sieht daher in den großen Zoos der Region - sei es in Frankfurt oder Kronberg - keine Konkurrenz. Vor allem für Kinder im Grundschulalter sei der Waldzoo ideal, weil sie ihn auf eigene Faust erkunden könnten.
Im Offenbacher Waldzoo geht es rustikal zu. Auf den unbefestigten Wegen laufen Ziegen frei herum und freuen sich über das Futter, das Kinderhände ihnen entgegenstrecken. Für 50 Cent sind die Futtertüten am Eingang erhältlich. Maiskörner, die am Boden liegenbleiben, werden garantiert vom Rüssel des Hängebauchschweins erfasst, der mit der Zuverlässigkeit eines Staubsaugers unermüdlich die Wege abtastet.
Überwiegend "Haustiere" sind im Offenbacher Waldzoo zu sehen: Schottische Hochlandrinder mit zottigem Fell und respekteinflößenden Hörnern, Hasen und Schafe, Ziegen und - nicht zu vergessen - Hausschwein Babe. Ponys gibt es ebenfalls: Shetland-Ponys in gewohnt kleiner und in besonders kleiner Ausführung - die so genannten Mini-Shettys. Für einen Euro dürfen Kinder auf ihnen reiten.
Unter den rund 200 Zoo-Bewohnern gibt es auch einige Exoten: Ein Lama und einige Kängurus, Schildkröten und seit neuestem auch drei Maras, eine dem Meerschweinchen verwandte Art. Unter den gefiederten Zoo-Bewohnern sind Nymphensittiche, Papageien und Kakadus. Viele der Tiere seien abgegeben worden, weil sie ihren Besitzern lästig geworden seien, sagt Susanne Wollensack. Manche stammten auch aus anderen Tierparks oder von Bauernhöfen, die aufgelöst worden seien.
Gegründet wurde der Zoo 1965 von einem Förster. Der habe verletzte Tiere aufgenommen. Mit der Zeit sei der Bestand derart angewachsen, dass er Gehege gebaut habe. Neben Susanne Wollensack arbeitet Monika Lüdgen als Kassiererin und Pflegerin haupamtlich im Waldzoo. Daneben gibt es Ehrenamtliche und Praktikanten. Aus Liebe zu den Tieren helfen gelegentlich auch einige der jungen Besucher beim Putzen der Gehege mit.
Finanziell über die Runden zu kommen, ist gar nicht so einfach. Im Sommer steigt die Zahl der Gäste bei gutem Wetter auf bis zu 1500 pro Woche. Doch bei Regen oder während der Wintermonate herrscht meist Flaute. Die Stadt Offenbach zahle einen Zuschuss zu den Futtermittelkosten. Doch darüber hinaus fallen auch ständig Reparaturen an den Gehegen an. Ohne Geld- und Sachspenden ist das finanziell kaum zu bewältigen. Tombolas bilden eine zusätzliche Einnahmequelle.
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Wer den Waldzoo unterstützen möchte, kann eine Patenschaft für eines der Tiere übernehmen. Die kostet 120 Euro im Jahr. Paten haben dafür freien Eintritt. "Wir halten es so, dass ein Tier mehrere Paten haben kann", erzählt Susanne Wollensack. Auf diese Weise brauche kein Kind zu befürchten, dass sein Lieblingstier bereits vergeben sein könnte. Denn das, so habe sich schon wiederholt gezeigt, könne leicht zum Drama werden. |
Eintrittspreise:
| Kinder | 2,- Euro |
| Erwachsene | 2,50 Euro |
| Klassen, pro Kind | 1,50 Euro |
| Betreuer | 2,- Euro |
| Futtertüte | 0,50 Euro |
| Ponyreiten | 2,- Euro |
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Patenschaft |
120,- Euro |
Die oben angegebenen Öfnungszeiten gelten während der Sommermonate. Während der Wintermonate (ab Umstellung der Uhr) hat der Waldzoo täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.
Öffnungszeiten:
- Dienstag
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
- Mittwoch
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
- Donnerstag
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
- Freitag
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
- Samstag
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
- Sonntag
- 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
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