Der Nahverkehrsplan für die Stadt Offenbach
Offenbach, den 08.11.2007, letzte Bearbeitung: 26.01.2011Verbesserte Umsteigemöglichkeiten, größere Pünktlichkeit, mehr Busse am Abend und weniger Schadstoffe - das soll den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Offenbach in den nächsten Jahren auszeichnen. Die konkreten Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen, sind in der Fortschreibung des lokalen Nahverkehrsplanes für 2008 bis 2012 festgelegt. Bürgermeisterin Birgit Simon möchte dadurch die Zahl der Fahrgäste um 8 Prozent steigern.
Wer hat den Plan erarbeitet?
Die Erarbeitung des Nahverkehrsplans, wie sie der Gesetzgeber alle fünf Jahre vorschreibt, war 2007 eines der wichtigsten Projekte der Lokalen Nahverkehrsorganisation Offenbach (LNO), die diese im Auftrag von Verkehrsdezernentin Birgit Simon umgesetzt hat. Daran mitgewirkt haben unter Einbindung von 40 Trägern öffentlicher Belange insbesondere die Planungsgruppe Nord aus Kassel sowie die Fachleute aus den Ämtern Umwelt, Energie und Mobilität, Stadtplanung und Baumanagement sowie der Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB).
Ab wann ist der neue Nahverkehrsplan gültig?
Das 250 Seiten starke Werk, das sowohl Linienverläufe, Taktungen als auch Qualitätsstandards festlegt, wurde jetzt von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Ab 2008 soll es die verbindliche Basis des ÖPNV in Offenbach darstellen. „Damit wird die Busfahrt durch Offenbach zu einer noch attraktiveren Konkurrenz zum Autoverkehr“ sagte Simon.
Was ändert sich?
Phase 1
Die Umsetzung der im Nahverkehrsplan festgelegten Maßnahmen ist in zwei Phasen vorgesehen. Zunächst sollen ab 2008 vor allem die Streckenführung sowie der Fahrzeugeinsatz in Offenbach optimiert werden. Ziel ist es unter anderem, den Betrieb wirtschaftlicher zu machen und die Umwelt zu schonen. „Durch weniger Individualverkehr gibt es auch weniger Emissionen“, erklärte LNO-Geschäftsführer Dr. Klaus-Michael Ahrend. Mit einem besseren Angebot und entsprechendem Marketing soll der Anteil des öffentlichen Verkehrs in Offenbach bis 2015 von 19,4 auf 20,5 Prozent steigen.
Um die Hauptbusanbindung für Fahrgäste so bequem wie möglich zu machen, soll zunächst die am stärksten frequentierte Linie 101 (Rumpenheim – Kaiserlei) verdichtet werden und in absehbarer Zeit alle 7,5 (statt bisher 10) Minuten fahren. Weitere wichtige Punkte sind die Schließung der Bedienungslücke im Abendverkehr, die durch die Umstellung der Takte entsteht, und eine bessere Information für die Fahrgäste.
Phase 2
In der zweiten Phase, die spätestens 2009 beginnen soll, wird bei der Verbesserung des Linienangebots besonderen Wert auf die Anbindung der Entwicklungsgebiete gelegt. Konkret könnte dies durch den Einsatz einer neuen Linie 108 geschehen, die - neben der Linie 103 - das Mainviertel, Bürgel Ost, Waldheim Süd und Kaiserlei Süd anfährt. Geplant sind außerdem die Verdichtung der Linien 104 (Carl-Ulrich-Siedlung) und 107 (Kaiserlei, Lauterborn, Spessartring) sowie eine neue Linienführung zum Buchhügel mit Linie 106.
Die wichtigsten Ziele im Überblick:
- Verbesserung der Alternativen zum „Motorisierten Individualverkehr“ (MIV) im Sinne einer integrierten Gesamtverkehrsplanung und dadurch Steigerung des heutigen Fahrgastaufkommens um rund 8 Prozent bis zum Jahr 2015
- Deutliche Senkung der Schadstoff- und Lärmemissionen im ÖPNV bis zum Jahr 2012 (Halbierung des Feinstaubausstoßes sowie mittelfristig Verringerung der CO2-Emissionswerte)
- Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Qualitätsstandards unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte
- Gezielte Verbesserung der Nutzbarkeit des ÖPNV für Mobilitätseingeschränkte (Fahrzeuge, Infrastruktur, Fahrgastinformation)
- Konsequente Weiterführung der Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit
- Verbesserung der Umsteigebedingungen
- Stärkung und Pflege der regionalen Vernetzungen im ÖPNV sowie der Verknüpfungen zum überregionalen und Fernverkehr
- Berücksichtigung der Belange des ÖPNV bei allen verkehrs- und stadtplanerischen Entwicklungen und Veränderungen, unmittelbare Bedienung der Stadterweiterungsgebiete und Gewerbeentwicklungsgebiete
- Weitere nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im ÖPNV im Hinblick auf Effizienz und Marktausrichtung.
Alle Informationen auch zum Download
Nahverkehrsplan Kurzfassung (pdf, 206 KB)
Nahverkehrsplan Langfassung (pdf, 5,5 MB)
Anlagen zum Nahverkehrsplan (pdf, 2,97 MB)
Kartenmaterial
Karte 01 - Bevölkerungsdichte in Offenbach (pdf, 961 kB)
Karte 02 - Beschäftigungsdichte in Offenbach (pdf, 962 kB)
Karte 03 - PKW-Dichte in Offenbach (pdf, 958 kB)
Karte 04 - Streckenbelastung im Individualverkehr (pdf, 2,24 MB)
Karte 05 - Streckenbelastung im Individualverkehr /Innenstadt (pdf, 2,36 MB)
Karte 06 - Liniennetz Offenbach (pdf, 975 kB)
Karte 07 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Montag bis Freitag (pdf, 378 kB)
Karte 08 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Innenstadt / Montag bis Freitag (pdf, 339 kB)
Karte 09 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Samstag (pdf, 371 kB)
Karte 10 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Innenstadt / Samstag (pdf, 327 kB)
Karte 11 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Sonntag (pdf, 363 kB)
Karte 12 - Streckenbelastung im lokalen Busverkehr 2006 / Innenstadt / Sonntag (pdf, 308 kB)
Karte 13 - Marktausschöpfung in Offfenbach (pdf, 961 kB)
Karte 14 - Erschließung in Offenbach (pdf, 963 kB)
Karte 15 - Erschließung nach Bedienunsqualität in der Hauptverkehrszeit (pdf, 963 kB)
Karte 16 - Ergebnisse der Schwachstellenanalyse ÖPNV (pdf, 971 kB)
Karte 17 - Streckenbelastung im Individualverkehr / Prognose 2015 (pdf, 2,27 MB)
Karte 18 - Streckenbelastung im Individualverkehr / Innenstadt / Prognose 2015 (pdf, 2,38 MB)
Karte 19 - Liniennetz Haupt- und Nebenverkehrszeit / Phase 1 (pdf, 972 kB)
Karte 20 - Liniennetz Schwachverkehrszeit / Phase 1 (pdf, 971 kB)
Karte 21 - Liniennetz Haupt- und Nebenverkehrszeit / Phase 2 (pdf, 976 kB)
Karte 22 - Liniennetz Schwachverkehrszeit / Phase 2 (pdf, 972 kB)
Karte 23 - Bewertung des Maßnahmenpaketes Phase 1 (pdf, 958 kB)
Karte 24 - Bewertung des Maßnahmenpaketes Phase 2 (pdf, 965 kB)
Anregungen oder Beschwerden
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