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Stadt Offenbach schreibt „Sophie von La Roche-Preis für Gleichberechtigung von Frauen aus“

Offenbach, den 03.11.2011

Zum zweiten Mal schreibt die Stadt Offenbach den „Sophie von La Roche Preise“ aus. Die Auslobung des Preises hat die Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2009 auf Initiative der Kommission zur gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau beschlossen. Mit dem Preis möchte die Stadt Offenbach besonderes Engagement und hervorragende Leistungen, die der Verwirklichung der Gleichberechtigung beziehungsweise der Gleichstellung von Frauen dienen, fördern und anerkennen.

Sophie La-Roche arbeitete als freie Autorin und gründete die erste deutsche Frauenzeitschrift „Pomona"
Sophie La-Roche arbeitete als freie Autorin und gründete die erste deutsche Frauenzeitschrift „Pomona"

Laut Satzung kann die Auszeichnung verliehen werden an natürliche und juristische Personen, Frauenprojekte, Vereine, Institutionen und Verbände. „Die Leistungen sollen auf kulturellem, sozialem oder gesellschaftlichem Gebiet erbracht worden sein und in einem Bezug zu Offenbach stehen“, teilte die Vorsitzende der Gleichstellungskommission, Frau Stadträtin Marianne Herrmann mit, die auch der Jury vorsteht.

Die Vergabejury und als Geschäftsführerin die Kommunale Frauenbeauftragte laden die Bevölkerung zur Einreichung von Vorschlägen auf. „Wer eine Einzelperson oder eine Gruppe im vorschlagen möchte für den Sophie von La Roche Preis 2011 wird gebeten, den schriftlichen Vorschlag bis zum 28. November 2011 einzureichen an:

Magistrat der Stadt Offenbach, Frauenbüro, z. Hd. Karin Dörr, Rathaus Berliner Str. 100, 63065 Offenbach am Main oder per mail: frauenbuero@offenbach.de .

Die Jury, die die Preisträger/-innen auszuwählen hat, wird in jedem Jahr neu gebildet und besteht aus sieben Personen, die laut Satzung gewählt werden, wie zwei Personen des öffentlichen Lebens der Stadt Offenbach und zwei Mitgliedern der Gleichstellungskommission. In der Gleichstellungskommission sind Frauen aus Parteien, Fraktionen, aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaft, Kirchen und Frauenprojekten sowie dem Ausländerbeirat vertreten. Die Industrie- und Handelskammer entsendet eine Person in die Jury.

In Würdigung und im Andenken an das gesamte Lebenswerk der Sophie von La Roche, der es im 18. Jahrhundert als einer der ersten Frauen gelang, sich als freie Autorin zu etablieren, wird der Preis alle zwei Jahre vergeben und ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert. Mit ihrer schriftstellerischen Arbeit konnte die La Roche, die 1807 in Offenbach gestorben ist und hier beerdigt wurde, zeitweilig den Lebensunterhalt für ihre Familie verdienen. Sie gründete die erste deutsche Frauenzeitschrift „Pomona“, teilte die Kommunale Frauenbeauftragte Karin Dörr mit.