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Frauen-Netzwerke

Offenbach, den 12.03.2008

Frauenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, d.h. die Situation von Frauen ist bei allen Entscheidungen und Maßnahmen zu berücksichtigen. Frauenpolitik selber hat somit nur begrenzte Entscheidungsbefugnis, insbesondere im Rahmen eigener Haushaltsmittel. Im wesentlichen ist es die Aufgabe von Frauenpolitik, die jeweilige Fachpolitik inbezug auf Gleichstellung so zu unterstützen, dass deren Arbeit Frauen nicht diskriminiert bzw. Frauen und Männer gleiche Chancen und Rechte sichert.

Um in dieser Querschnittsfunktion erfolgreich sein zu können, arbeiten Frauenbeauftragte an vielen Stellen in Kooperation mit anderen Stellen, seien es städtische Ämter, staatliche Stellen, Bundes- und Landesbehörden, Gremien, Vereine, Verbände, Frauengruppen, Selbstorganisationen u.a.m. Auf diesem Wege kann am besten erreicht werden, dass Frauenpolitik nicht auf einer Insel stattfindet, sondern die Entwicklung der Gesellschaft, in diesem Fall in der Kommune, nachhaltig beeinflußt auf dem Weg zu einer geschlechterdemokratischen Zukunft. Einige wichtige Kooperationen möchten wir Ihnen im folgenden vorstellen und Sie damit auch ermuntern, selber zu .
Netzwerke - das ist eine These der Zukunftsforschung - sind (nicht nur in der Frauenpolitik) die Organisationsform der Zukunft ! Wenn Sie wissen möchten, ob es zu "Ihrem" Thema ein Netzwerk gibt, wenden Sie sich an das Frauenbüro, wir unterstützen Sie gerne.

Ein ganz wesentliches Netzwerk der Offenbacher Frauenpolitik ist die Kommission zur gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau. Es handelt sich um eine Kommission nach § 72 HGO, die den Magistrat beraten und unterstützen soll.
In der Gleichstellungskommission führt den Vorsitz Frau Stadträtin Marianne Herrmann, ehrenamtlich im Magistrat tätig, die Kommission hat 29 Mitglieder aus allen wichtigen Bereichen der Frauenpolitik von Kirche bis Gewerkschaft. Vertreten sind auch die Frauengruppen der Parteien wie Stadtverordnete. Weiterhin können in Kommissionen sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner von ihrer Organisation entsandt werden, diese werden dann von der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Es handelt sich um ein Ehrenamt.

Frauenbeauftragte arbeiten oft vereinzelt an den gleichen Fragestellungen. Daher haben sich die kommunalen Frauenbüros zusammengeschlossen zu einer Landesarbeitsgemeinschaft Hessischer Frauenbüros. Die LAG versteht sich als politische Interessensvertretung und nimmt diese Lobbyfunktion wahr zum Beispiel durch Stellungnahmen zu Landesgesetzesvorhaben, Öffentlichkeitsarbeit und Facharbeit in Arbeitsgruppen. Die Offenbacher Frauenbeauftragten Karin Dörr und Martina Jöst arbeiten seit Jahren in der LAG mit.
Weitere Infos finden Sie unter www.sozialnetz-hessen.de/frauenbueros 

Wie auf Landesebene gibt es eine Selbstorganisation von Frauenbeauftragten auch auf Bundesebene: die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros. Diese hat zur Zeit eine Geschäftsstelle in Berlin und macht frauenpolitische Lobbyarbeit auf Bundesebene, organisiert die Bundeskonferenzen und gibt fachliche Impulse für Frauenbeauftragte. Infos gibt es unter www.frauenbeauftragte.de 

Viele interessante Infos für die Arbeit von Frauenbeauftragten hat auch die in Hannover ansässige Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, die von den Ländern Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie etlichen Kommunen unterstützt wird. Sie ist zu finden unter www.vernetzungsstelle.de oder unter dem Stichwort www.gleichberechtigung-goes-online.de.