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Feuerwehrfrau: Ein interessanter spannender Beruf/ Vorsitzende des Netzwerkes Feuerwehrfrauen, Susanne Klatt, berichtet über ihren Beruf als Feurwehrfrau

Offenbach, den 28.10.2010

Das Berufsbild der Feuerwehrfrau bekannter zu machen sowie Mädchen und junge Frauen für diesen vielseitigen äußerst interessanten Beruf zu interessieren, haben sich die Stadt Offenbach, die Berufsfeuerwehr Offenbach sowie die Betriebliche Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach, Ingrid Reichbauer vorgenommen. Gemeinsam informierten sie mit der Vorsitzenden des Netzwerkes Feuerwehrfrauen, Susanne Klatt, über Werdegang und Einstellungsvoraussetzungen. Bürgermeisterin Birgit Simon, die die Veranstaltung eröffnete, konnte 35 Frauen und Mädchen aus der Region, viele sind in Freiwilligen Feuerwehren engagiert, begrüßen.

Veranstaltung Berufsbild Feuerwehrfrau - Begrüßung BGM Simon
Veranstaltung Berufsbild Feuerwehrfrau - Begrüßung BGM Simon

Noch ergreifen Frauen den Beruf Feuerwehrfrau eher selten. Bundesweit sind 565 Frauen bekannt, die in Berufsfeuerwehren, hauptamtlichen Feuerwehren und Werksfeuerwehren tätig sind. Dies entspricht einem Anteil von 1,34%. Das Netzwerk Feuerwehrfrauen möchte dies ändern. Der Verein im Jahre 2006 gegründet und hat heute über 140 Mitglieder. "Das Netzwerk organisiert und unterstützt Fortbildungsveranstaltungen für Feuerwehrfrauen. Wir sind eine Plattform für den Austausch interessierter Feuerwehrangehöriger – auch für die Feuerwehrmänner", so Klatt. "Es gibt gute qualifizierte Frauen, die im Feuerwehreinsatz tätig sind. Es könnten noch viel mehr werden".

Bezahlung, gesellschaftlicher Status und Aufstiegsmöglichkeiten sind bei der Feuerwehr besser als in vielen der sogenannten Frauenberufe, betonte Reichbauer. Mit der Veranstaltung. Als Voraussetzung gilt eine abgeschlossene Ausbildung, in der Regel im handwerklich-technischen Bereich. Mädchen und junge Frauen, die diesen Beruf anstreben, sollten gezielt eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Der Werdegang von Susanne Klatt zeige die vielfältigen Möglichkeiten des Aufstiegs. Feuerwehrfrau zu sein ist sie gleichermaßen Beruf wie Berufung. Zur Berufsfeuerwehr kam sie über die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr. Mittlerweile ist sie Oberbrandrätin der Feuerwehr Essen, ist Chefin von 190 Feuerwehrleuten und die Vorsitzende des bundesweiten Netzwerkes Feuerwehrfrauen.

Sie macht aber auch deutlich: "Um diesen sowohl körperlich als auch psychisch anstrengenden Beruf auszuüben, muss eine Frau körperlich fit sein und sich sehr gezielt und bewusst auf die Einstellungstests vorbereiten. Diese können bei den Berufsfeuerwehren sehr unterschiedlich sein. Sie könne aus Ihrer Erfahrung nur raten, rechtzeitig mit den Vorbereitungen für die Einstellungstests und dem Training zu beginnen.

Der stellvertretende Leiter der Offenbacher Berufsfeuerwehr, Dr. Eiblmaier, auch zuständig für das Personalwesen der Berufsfeuerwehr zuständig, erläuterte dann die Einstellungstests und Voraussetzungen bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Offenbach. Wie die Einstellungstests im Einzelnen aussehen, können bei der Berufsfeuerwehr Offenbach oder der Betrieblichen Frauenbeauftragten der Stadt Offenbach erfragt werden.

Die Anwesenden waren sich einig Es wäre doch nahezu töricht auf die Hälfte der Bevölkerung als potentielle qualifizierte Mitarbeiterinnen zu verzichten.


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