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Betriebliche Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach - Eine spannende und sehr unterschiedliche Tätigkeit

Offenbach, den 08.01.2010

Seit dem 15 September 2009 ist Ingrid Reichbauer Betriebliche Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach für die Bereiche Eigenbetrieb Kindertagesstätten und Berufsfeuerwehr.
Ihre Aufgabe bezeichnet sie als sehr spannend, vielseitig und enorm abwechslungsreich.
Nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGlG) ist es ihre Aufgabe, die Betriebsleitungen und Dienststellenleitungen bei der Verwirklichung der Ziele des Hessischen Gleichstellungsgesetzes zu beraten und zu unterstützen. Diese Ziele sind: Die Beseitigung bestehender Unterrepräsentanz, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männer (Gender Mainstreaming). Hier geht es vor allem um den Abbau von Rollenerwartungen und Zuschreibungen aufgrund des Geschlechts.

Ingrid Reichbauer

Der EKO und die Berufsfeuerwehr sind zwei recht unterschiedliche Betriebe und Dienststellen. Die Betriebsstrukturen und Kulturen, sind absolut verschieden, Geht es bei der Berufsfeuerwehr Offenbach in erster Linie um die Beseitigung von Unterrepräsentanz, so steht im EKO, einem Betrieb mit 94% Frauen, die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund.
In der ersten Zeit ging es darum, die Betriebe und handelnden Personen kennenzulernen. Beim EKO z.B. besucht die Betriebliche Frauenbeauftragte alle 22 Kindertagesstätten. Die letzten Besuche stehen jetzt nach der Sommerpause an. Ich wollte die in den Einrichtungen tätigen Menschen kennenlernen, mich aus erster Hand über die Situation vor Ort informieren, beschreibt sie ihre Motivation. Als einer der Grundlage ihrer Arbeit beim EKO soll eine durchgeführte Befragung der Beschäftigten des EKO dienen, die derzeit ausgewertet wird. Die Ergebnisse werden dann der Betriebsleitung und den Gremien des EKO vorgestellt. „Ich gehe davon aus, dass sich hieraus die Schwerpunkte meiner weiteren Arbeit im Bereich EKO ergeben und einzelne Maßnahmen hieraus entwickelt werden können, so Reichbauer.

Im EKO nimmt sie an der Betriebskommission, den erweiterten Leitungsdienstbesprechungen teil und arbeitet in der Lenkungsgruppe Qualifizierungs- und Weiterbildungsprojekt, der Lenkungsgruppe Gesundheitsprävention sowie der Arbeitsgruppe Arbeitszeitgestaltung mit.

Die Berufsfeuerwehr ist für die Betriebliche Frauenbeauftragte ein wichtiges und äußerst spannendes Betätigungsfeld. Sie knüpfte Kontakte zu Kolleginnen anderer Städte, die ebenfalls als Frauenbeauftragte für die Berufsfeuerwehr zuständig sind, war beim Treffen des bundesweit agierenden Netzwerkes Feuerwehrfrauen und traft dort auf Frauen, die ihren Einsatz in der Berufsfeuerwehr mit großem Erfolg leisten. Sie bedauert sehr, dass in Offenbach erst eine Frau in der Leitstelle noch keine Frau im Einsatzdienst arbeitet. Erste Schritt dies zu ändern gibt es bereits: Es soll deutlich werden, dass die Bewerbungen von Frauen bei der Offenbacher Berufsfeuerwehr erwünscht sind und qualifizierte, geeignete Frauen eine Chance bekommen diesen vielseitigen und sehr interessanten Beruf ergreifen zu können Als nächstes hat sich Reichbauer das Kennenlernen der Freiwilligen Feuerwehren und der 10 Frauen, die dort Mitglieder sind vorgenommen.

Ihr Fazit nach fast 1 Jahr: Die Bandbreite meines Jobs geht von der Teilnahme an Vorstellungsgesprächen, die Mitarbeit in der Lenkungsgruppe Qualifizierungs- und Weiterbildungskonzept für die Erzieherinnen des EKO bis hin zur Teilnahme und Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr sowie der Teilnahme an der Stellenbewertungskommission der Stadt Offenbach. Die Arbeit in solch unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen macht Spaß, ist sehr abwechslungsreich.

Im Laufe des Jahres ist es mir auch durch die tolle Unterstützung des Teams des Offenbacher Frauenbüros gelungen, erste sichtbare Akzente zu setzen, so Reichbauer abschließend.

Offenbach, im September 2009
Ingrid Reichbauer
Betriebliche Frauenbeauftragte