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Frauen in der Stadt: frauengerechte Stadt- und Regionalplanung

Offenbach, den 12.03.2008

Die Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit gilt als einer der zentralen Faktoren, die den Ausschluss von Frauen von Macht und Einfluß begründen. Mit dem zunehmenden Anteil von Frauen in der Erwerbsarbeit, in öffentlichen Ämtern und in der Wirtschaft kann von einem Ausschluß von Frauen nicht mehr die Rede sein, gleichwohl sind die Strukturen des öffentlichen Raumes nicht durchgängig so gestaltet, dass Männer und Frauen gleiche Chancen haben. Die Stadt als der Lebensraum von Frauen und Männern wie von Mädchen und Jungen, ermöglicht oder verhindert Lebensqualität durch die Art und Weise der Gestaltung öffentlicher Flächen (Plätze, Straßen, Parks, Grünflächen, Spielplätze), durch die Ermöglichung von Mobilität durch alle Verkehrsarten (Fußgänger/-innen, Radfahrer/-innen, Autoverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr) und durch die Gewährleistung von Sicherheit für alle Bevölkerungsgruppen.

Zunehmend bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit und die Entwicklung in der Rhein-Main-Region, da viele Aufgaben nicht allein auf kommunaler Ebene bewältigt werden.


Die Frauenbeauftragte setzt sich mit anderen Fachfrauen und -männern aus Politik und Verwaltung dafür ein, dass

  • veränderte Lebens-, Erwerbs- und Familienformen sich entsprechend in den Konzepten raumbezoger Stadtplanung und -entwicklung niederschlagen
  • Stadtentwicklung als ein Prozeß verstanden wird, indem eine angemessene Partizipation von Nutzerinnen und Nutzern stattfindet, deren Ergebnisse in Planungsprozesse einfließen
  • Mobilität bei alle Verkehrsarten gleichermaßen ermöglicht wird
  • Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum als Kriterien bei Planungen ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird

Konkret heißt dies:

  • die kommunale Frauenbeauftragte hat als Trägerin öffentlicher Belange die Möglichkeit der Stellungnahme zu allen Bebauungsplänen
  • sie arbeitet mit an der Erstellung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Offenbach und war in diesem Zusammenhang Mitglied in der Arbeitsgruppe für das Haltestellenkonzept sie nimmt als Mitglied der städtischen Lenkungsgruppe Einfluß im Programm der Sozialen Stadt für die östliche Innenstadt in Offenbach
  • sie ist als Mitglied der Rhein-Main-Konferenz der Frauenbeauftragten beteiligt an Stellungnahmen und Diskussionen zur Regionalentwicklung und hat mit anderen das "Leitbild der Rhein-Main-Region - von, mit und nicht allein für Frauen" erstellt
  • für die Rhein-Main-Konferenz der Frauenbeauftragten arbeitet sie mit im Fahrgastbeirat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und ist beteiligt an der Erstellung des Regionalen Nahverkehrsplanes