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Untersuchung nimmt Probleme junger Migrantinnen beim Einstieg ins Berufsleben unter die Lupe

Offenbach, den 15.10.2004, letzte Bearbeitung: 20.11.2009

Was bewegt junge Migrantinnen an der Schwelle zwischen Schule und Berufsleben? Dieser Frage ging die Sozialpädagogin und Diplomsupervisorin Martina Jöst im Auftrag des Frauenbüros gemeinsam mit dem Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH) innerhalb eines Untersuchungsprojektes nach.

Projektleiterin Martina Jöst
Projektleiterin Martina Jöst

Die Ergebnisse sind jetzt als Buch mit dem Titel: "Lebensentwürfe junger Migrantinnen im Berufsorientierungsprozess – Quantitative und qualitative Erforschung ihrer Lebenssituation bezogen auf die Stadt Offenbach am Main" veröffentlicht worden.

Das Frauenbüro Offenbach am Main interviewte im Jahr 2005 fünfzehn junge Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von 15 und 25 Jahren und fragte ausführlich nach, wie ihre berufliche Orientierung verlaufen ist. Welchen Beruf haben sie gewählt und warum? Wie haben sie ihren Ausbildungsplatz gesucht (und gefunden)? Wer oder was hat ihnen dabei geholfen oder sie beeinflusst? 

Die Autorinnen der Studie, Martina Jöst (Frauenbüro Offenbach) und Petra Lippegaus (INBAS GmbH) zeigen, welche externen und internen Ressourcen den jungen Frauen geholfen haben, ihre Entscheidungen zu treffen und ihren beruflichen Weg zu bewältigen. Es wurden Vorstellungen zu Beruf und Ausbildung, sowie Lebensentwürfe herausgearbeitet und nach internen und externe Ressourcen bezogen auf sieben Erfahrungsfeldern der jungen Frauen herausgearbeitet.

Die Frauen kamen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, sie waren zum Zeitpunkt der Befragung in Ausbildung, in Berufsvorbereitenden Angeboten der Berufsschule, in weiterführenden Schulen oder zu Hause, bzw. Arbeitslos. Die Interviewpartnerinnen hatten neun unterschiedliche Staatsangehörigkeiten, davon sechs die deutsche Staatsangehörigkeit.

Vier typische Muster der jungen Migrantinnen im Umgang mit dieser schwierigen Lebensphase konnten herausgearbeitet werden, denen jeweils sehr unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung stehen.

  • Die Jonglierende: „Das ist kein Problem.“
  • Das Stehaufmädchen: „Immer kämpfe ich.“
  • Die Gebeugte: „Immer ein bisschen geknickt sein.“
  • Die Entwurzelte: „Ich hab’ irgendwie noch gar kein Bild.“
     

Mit der Auswertung der Interviews liegen erstmals Daten vor, die einen tiefen Einblick in die Lebenssituation junger Offenbacher Migrantinnen am Übergang zwischen Schule und Ausbildung ermöglichen. Die Studie zeigt, welche individuellen Möglichkeiten es gibt, eine berufliche Perspektive zu entwickeln - trotz teilweise ungünstiger Voraussetzungen. Fachleute, die sich mit dem Thema Berufsorientierung und Berufsvorbereitung beschäftigen, erhalten so Anregungen für die berufliche Praxis und die Konzeption von unterstützenden Maßnahmen.

Die ausführliche Version der Interviewauswertung ist als kostenpflichtiger Download (5€) auf der INBAS Homepage unter Puplikationen > Download > Broschüren und Handreichungen 
(http://www.inbas.com/publikationen/d_hr.html)  zu erhalten. 

Frauenbüro Offenbach                                                      
Martina Jöst
Berliner Str. 100
63065 Offenbach
Tel.: 069/ 8065 – 2379 od. 3513

INBAS GmbH
Herrnstr. 53
63065 Offenbach
Tel.: 069/ 27224-0

Kontakt

Martina Jöst
Berliner Straße 100
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069 / 80 65 - 23 79
martina.joest@ offenbach.de

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