IT-Kaufleute kümmern sich um nahezu alle elektrischen Geräte
Offenbach, den 26.02.2008, letzte Bearbeitung: 10.03.2008
Der Computer hat fast alle Bereiche der modernen Arbeitswelt erobert, und daher gibt es im Konzern der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) schon lange eine eigene Abteilung für die Datenverarbeitung. Seit Sommer 2005 bietet die Dienstleistungsgesellschaft ESO auch eine hauseigene Ausbildung zur/m Informatikkauffrau/-mann an. Silvia Rauch, die sich den ersten Platz für IT-Azubis sicherte, meint: „Wir sind – außer der Kaffeemaschine - für alles verantwortlich, was in die Steckdose gesteckt wird.“
Ob PC oder Drucker, Telefon oder Fax – die angehenden IT-Kaufleute betreuen und warten gemeinsam mit ihren Ausbildern alle informations- und telekommunikationstechnischen Systeme im Unternehmen. Hier erwartete Silvia Rauch gleich zu Beginn ihrer Ausbildung eine große Herausforderung: Als die SOH Ende 2005 ihr neues Gebäude an der Senefelder Straße bezog, war sie mit dafür verantwortlich, alle Geräte umgehend wieder anzuschließen und zum Laufen zu bringen, um einen reibungslosen Arbeitsalltag nach dem Umzug zu gewährleisten.
Nicht nur bei dieser Aufgabe kam Silvia Rauch zugute, dass sie an ihrer Realschule den europäischen Computerführerschein ECDL erworben hatte. „PC-Erfahrung und eine Affinität zu Computern sollten die Azubis schon mitbringen“, sagt Ausbildungsleiterin Gabriele Herbert. So hat der zweite IT-Azubi Sebastian Grob sein Abitur mit dem Wahlpflichtfach Informatik absolviert.
Die Azubis beraten EDV-Benutzer im Haus und sprechen sich mit Herstellern oder Anbietern von IT-Systemen ab. Sie bauen die Geräte für Meetings oder Präsentationen auf und ab, sie installieren neue Programme und schulen die Anwender entsprechend. Theoretische Kenntnisse vermitteln die Berufsschule und der begleitende Unterricht im Hause. „Der Bedarf an IT-Spezialisten wächst“, betont Gabriele Herbert. „Und wir im Konzern gucken, dass wir uns selbst unsere Nachwuchskräfte heranziehen.“
Zur Abschlussprüfung nach der dreijährigen Ausbildung gehört auch eine Projektarbeit. „Sie soll zeigen, ob wir gut präsentieren und erklären können“, weiß Silvia Rauch. So kann z.B. die Umstellung auf ein anderes Betriebssystem dokumentiert und mit einem Benutzerleitfaden versehen werden.
Spielt bei soviel Computer-Arbeit der PC auch privat eine wichtige Rolle? Da gehen die Meinungen auseinander. Während Sebastian Grob viel freie Zeit am Bildschirm verbringt, räumt Silvia Rauch ein: „An manchen Abenden kann ich meinen PC nicht mehr sehen.“
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