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Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Dächern: Der Ausbau macht Fortschritte

Offenbach, den 07.10.2008, letzte Bearbeitung: 26.05.2011

Sonnige Aussichten für Offenbachs Umwelt: Die fünfte Photovoltaik-Anlage auf städtischen Dächern nimmt in Kürze ihren Betrieb auf. Und auf weiteren fünfzehn Dächern von Schulen und Turnhallen werden Photovoltaikanlagen gebaut, teilte Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Birgit Simon mit. Fast alle Unterkonstruktionen sind bereits montiert, die eigentlichen PV-Module folgen noch im Herbst 2008. 

Wie hier auf der ESO-Sortierhalle werden derzeit diverse neue Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern aufgebaut.
Wie hier auf der ESO-Sortierhalle werden derzeit diverse neue Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern aufgebaut.

Seit 2006 haben Offenbacher auf Initiative von Birgit Simon die Möglichkeit, über den Erwerb von Zertifikaten Miteigentümer städtischer Photovoltaikanlagen zu werden. Nach der Errichtung der ersten Anlage auf dem Ledermuseum sind weitere Dachflächen hinzugekommen: auf der Wertstoffsortierhalle des Eigenbetriebes der Stadt Offenbach (ESO), auf zwei Wohnhäusern der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach, und in Kürze soll die Anlage auf den Hallen der Offenbacher Verkehrsbetriebe fertiggestellt werden. Doch dies war erst der Anfang. 

Die 15 neuen Anlagen haben eine Gesamtfläche von 5.800 Quadratmetern. Ihre Leistung wird einmal ungefähr 660 Kilowatt-Peak (kWp) betragen. Sie sollen pro Jahr 662.000 Kilowattstunden Strom produzieren und helfen so den Ausstoß von etwa 436 Tonnen CO2 zu vermeiden. In den nächsten zwanzig Jahren betragen die Pachteinnahmen etwa 13.000 Euro per anno.

Die verstärkten Investitionen in Solarenergie sind auch Ergebnis der Zusammenarbeit im Kompetenzteam von Bürgermeisterin Simon, das im Herbst 2007 die AG Photovoltaik gründete. Ihr Ziel ist, in möglichst kurzer Zeit eine größtmögliche Anzahl von öffentlichen Dachflächen mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Neben dem bereits praktizierten Bürgerbeteiligungsmodell, das ausgebaut wird, musste eine Möglichkeit gefunden werden, innerhalb weniger Monate ein großes Investitionsvolumen zu generieren, welches für die Stadt selbst kostenneutral ist. Das ist gelungen.

„Durch die Verpachtung von kommunalen Dachflächen an Solarfirmen, die als Betreiber alle Investitionskosten sowie Risiken übernehmen und der Stadt eine feste Dachpacht entsprechend der Anlagenleistung garantieren, kann der Ausbau der Solarstromerzeugung in Offenbach deutlich beschleunigt werden“, so Bürgermeisterin Birgit Simon.

Die externen Solarfirmen, welche die PV-Anlagen eigenständig betreiben, refinanzieren sich durch Investoren. Eine dieser Investorengruppen ist die Solar-Bürger-Genossenschaft eG mit Sitz in Bürstadt, welche die in Bau befindliche Anlage auf der Turnhalle der Ernst-Reuter-Schule erworben hat. Für eine zweite Tranche steht der Vertragsabschluss mit einer weiteren Solarfirma kurz bevor. Die genaue Anzahl der Dachflächen und die Leistung der Anlagen ständen, so Simon, zwar noch nicht fest. Sie bewegten sich aber in einem ähnlichem Umfang wie die der ersten Tranche.