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Baumfällungen als letztes Mittel

Offenbach, den 21.10.2010

Rund 20.000 Bäume befinden sich im öffentlichen Raum, d.h. in Parkanlagen, auf Friedhöfen und entlang der Straßen und Gehwege.

Gruppenfoto der ESO Baumpfleger

Sie werfen Schatten, produzieren Sauerstoff, dienen Tieren als Lebensraum und sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. Bedingt durch Abgase, Anfahrschäden durch einparkende Autos oder auch Verletzungen im Zuge von Baumaßnahmen, wird die Vitalität der Bäume häufig auf eine harte Probe gestellt. Neben Verletzungen durch Frendeinwirkungen haben die mächtigen Schattenspender zudem nicht selten mit Krankheiten, Pilzbefall oder Schädlingen zu kämpfen.

Unterstützt werden sie bei ihrem Widerstand durch die Mitarbeiter der ESO GmbH. Ein siebenköpfiges Team aus Baumspezialisten ist täglich im Stadtgebiet unterwegs und kontrolliert in regelmäßigen Abständen den gesamten Offenbacher Baumbestand. Mit geschultem Blick untersuchen sie die Bäume nach Verletzungen, Faulstellen oder abgebrochenen Ästen, um möglichst zeitnah pflegerische Maßnahmen durchzuführen.

Rechtzeitig erkannt, können Verletzungen und Krankheiten behandelt- und die Bäume gerettet werden. Die pflegerischen Maßnahmen sind abwechslungsreich, wie die aus 200 utnerschiedlichen Gattungen bestehende Artenvielfalt in Offenbach selbst. Ob durch Wundversorgun im Stamm- und Wurzelbereich,d as Zurückschneiden von Ästen oder die Beseitigung von Totholz, der langfristige Erhalt der Bäume ist stets das vorrangige Ziel der ESO Mitarbeiter.

Um auch an die Stellen der Bäume heranzukommen, die vom normalen Betrachter nicht eingesehen werden können, verfügt das Team über zwei sogenannte Hubarbeitsbühnen. Eine Hebevorrichtung ermöglicht es den ESO Mitarbeitern, auch an schwer erreichbare Abschnitte der Bäume, vor allem im Kronbereich, zu gelangen.

Da wo der Hubsteiger nicht hingkommt, wird geklettert. Eine spezielle Klettertechnik macht's möglich. Ähnlich wie beim Bergsteigen, klettern die Baumspezialisten mit Hilfe von Seilen an den Bäumen hoch bis in Astbereich. Wesentlicher Unterschied zum Bergsteigen: Die ESO Helfer verzichten auf Steigeisen und Haken, so dass keine Halterungen in die Bäume gerammt werden müssen. Durch Gurt und Seil gesichert, kann auch an schwer erreichbaren Standorten, wo die Zufahrt mit den Hubsteigern nicht möglich ist, gearbetiet werden.

Ist ein Baum dermaßen geschädigt, dass pflegerische Maßnahmen nicht mehr ausreichen, muss er gefällt werden. Die Fällung eines Baumes ist für das ESO Team immer der letzte Schritt. Mangelnde Standsicherheit durch Faulstellen im Stamm- und Worzelbereich oder auch starker Pilzbefall lassen jedoch häufig keine Alternativen zu.

Oft ist der Gesundheitszustand eines Baumes von außen nicht direkt zu erkennen. Auf den ersten Blickt wirkt der Baum gesund und es scheint keine Gründe für eine Fällung zu geben. Erst beim näheren Hinsehen wird deutlich, dass ein Baum (beispielsweise aufgrund von Fäulnis) bereits stark gescfhädigt ist. Auch starker Pilzbefall im Stamm- oder Wurzelbereich können dazu führen, dass ein grüner Koloss zu Fall gebracht wird und machen ihn damit schnell zu einer Gefahr für Spaziergänger und die benachbarten Baumbestände. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, muss der Baum im Zuge der Verkehrssicherung letztlich gefällt werden.

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Wussten Sie schon?

Die ESO Straßenreinigung reinigt rund 130 der 220 Straßenkilometer in Offenbach.